Juni 2018

 

Besuch von S.E. Kardinal Dr. Christoph Schönborn an unserem Stand am Sudetendeutschen Tag 2018 in Augsburg

(Seine Vorfahren stammen mütterlicherseits aus Wischau)

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Kultur und Heimat - Fundamente des Friedens, Motto des 69. Sudetendeutscheh Tages 2018 in Augsburg

Der 69. Sudetendeutsche Tag vom 18. bis 20. Mai 2018
in Augsburg war auch dieses Jahr für uns Wischauer wieder ein Ort der Begegnungen, um unsere Heimat zu präsentieren und den vielen Besuchern Rede und Antwort geben zu können. Der Stand wurde mit verschiedenen Frauenröcken, Tüchern und Fotos bestückt, um etwas von unserem heimatlichen Kulturgut zu zeigen.
Am Freitagabend wurden im Goldenen Saal im Augsburger Rathaus die diesjährigen Kulturpreise und der Volkstumspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft 2018 verliehen. Der Sprecher, Bernd Posselt, überreichte bei einem Festakt im Goldenen Saal die Urkunden an die Preisträger aus Wissenschaft, Kunst, darstellender Kunst, Musik, Literatur und Brauchtumspflege. Als Moderatorin leitete die Sängerin Iris Marie Kotzian charmant durch den Festlichen Abend. Zum ersten Mal dabei war die neue Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, die eine sehr engagierte Rede hielt: "Ich freue mich, dass ich heute zum ersten Mal in meinen neuen Amt bei der Verleihung der Sudetendeutschen Kulturpreise teilnehmen und herausragende Beiträge zur Bayerischen wie zur europäischen Kultur würdigen darf. Das Kulturelle Erbe der Deutschen im Sudetenland ist nicht nur von historischen Interesse, sondern bedeutet vielmehr Gegenwart und Zukunft!", so die Staatssekretärin aus dem Bayerischen Familien- und Sozialministerium in Vertretung von Schirmherrschaftsministerin Kerstin Schreyer in ihrem Grußwort.
Am Samstagvormittag eröffnete Bernd Posselt in einem Festakt offiziell den 69. Sudetendeutschen Tag und freute sich, dass die Besucher wieder in so großer Zahl in die Schwabenhalle gekommen sind. "Vor zwei Jahren hat der tschechische Kulturminister Daniel Herman in seiner eindrucksvollen Rede bei der Hauptkundgebung erzählt, wie er als junger Mann im Böhmerwald von der östlichen Seite hinübergeschaut hat und die Glocken aus Bayern gehört hat und dachte - da drüben sind jetzt unsere sudetendeutschen Landsleute". Auf der anderen Seite habe ich und viele Angehörige der nachgeborenen Generation erlebt, wie wir mit unseren Eltern und Großeltern Jahr für Jahr an die Grenze gingen, und dann haben uns die Eltern und Großeltern gesagt "Da hinten liegt dieses wunderbare Land Böhmen, liegt das wunderbare Land Mähren, liegt das wunderbare Land Österreichisch-Schlesien oder Sudetenschlesien, wo wir herstammen. Hoffentlich werdet Ihr eines Tages dieses Land einmal mit eigenen Augen sehen können. Heute ist Dank der Tapferkeit des Tschechischen Volkes und der anderen Völker hinter dem Eisernen Vorhang, aber auch dank derer, die niemals aufgehört haben, an die Freiheit und Wiedervereinigung zu glauben, dieser mitteleuropäische Raum wieder frei. Er wächst zusammen. Ich habe immer gesagt: Bayern und die Tschechische Republik, Bayern und die Böhmischen Länder sind die beiden Herzkammern Europas, die künstlich geteilt waren und jetzt wieder zusammenwachsen. Dafür können wir Gott nicht dankbar genug sein."(Auszug Rede Posselt)
Grußworte überbrachten Eva Weber, Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Kerstin Schreyer, MdL, Bayerische Staatsministerin für Familie Arbeit und Soziales und Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat. Danach folgte einer der Höhepunkte dieses Tages: "S.E. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, erhielt den Europäischen Karls-Preis 2018". Bei einem kurzen persönlichen Gespräch, abseits der großen Bühne, mit Seiner Eminenz Kardinal Schönborn erzählte er mir, dass mütterlicherseits seine Großmutter Gertrud von der Familie Skutezky, ehemalige Zuckerfabrik in Wischau, abstamme. Seine Mutter, Gräfin Eleonore Schönborn lebt heute, 98jährig in Österreich und sie erzählte ihm schon früher immer viel über Wischau, über das Cafe Janski, über die Burg derer von Schöller in Ratschitz, wo die Familie vor dem Krieg wohnte, sowie das beschauliche Leben vor dem Krieg. Ein gemeinsames Foto wird S.E. Kardinal Schönborn seiner Mutter überbringen, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Gräfin noch an unsere Vorfahren erinnern wird. (Die vollständige Dankesrede des Karlspreisträgers finden Sie in diesem WHB)
Unsere Freunde aus Württemberg trafen währenddessen ein, um uns zu unterstützen. Jeder Teilnehmer ist bei uns sehr  wichtig, jeder auf seine ganz besondere Weise!
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Begegnungen, der Verständigung und den Besuchen der vielen, unterschiedlichsten Veranstaltungen. Viele Ausstellungen konnten besichtigt werden, die sich allesamt mit dem Vertriebenen-Thema befassen.

Eine kleine Begebenheit am Rande: Eine unserer  WHB-Bezieherinnen feierte dieses Jahr ihren 80. Geburtstag. Es war ihr Wunsch, den Sudetendeutschen Tag einmal mit zu erleben und beim Wischauer Stand etwas Heimat zu spüren.  Sie kam mit ihrer Familie und zeigte sich höchst erfreut, als sie von uns eine nachträgliche Gratulation bekam und sie gerne über dies und das informierten. Beim Volkstumsabend  unter dem Motto "So klingt die Heimat" zeigten verschiedene sudetendeutsche Gruppen ihr Können; mundartliche Beiträge zogen sich durch das gesamte Programm. Der lange Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Böhmischen Dorffest aus.

Am Sonntag in der Frühe gesellten sich noch zwei Damen zu uns - und damit war unsere Gruppe komplett! Was schon bei unseren Vorfahren immer sehr wichtig war, hat auch für viele von uns noch heute Priorität - der Kirchgang. In der gut gefüllten Schwabenhalle feierten einen schönen Pfingst-Gottesdienst mit:  Abt em. Gregor Zasche OSDB, Kloster Schäftlarn, Pater Stanislav Pribl, ThD, Generalsekretär der Tschechischen Bischofskonferenz, Monsignore Dieter Olbricht, Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen, Regionaldekan Holger Kruschina, Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerks, sowie viele weitere Heimatpriester. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gartenberger Bunker-Blasmusik aus Geretsried unter der Leitung von Roland Hammerschmied. Unsere Fahne wurde auf die Bühne mitgenommen.
Die Kundgebung begann mit dem festlichen Fahneneinzug aller teilnehmenden Gruppen, bei der wir selbstverständlich mitmarschierten.  
Bei der Hauptkundgebung, die sehr gut besucht war, sprach neben vielen anderen Rednern der neue Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder MdL und Schirmherr der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bayerns vierten Stamm.
Die sudetendeutschen Mundartfreunde sind immer präsent und auch dieses Jahr hat sich Rosina mit unserer "Huamat-Sproch" dort eingebracht.
Unser Wischauer Stand wurde stets gut besucht und wir nahmen uns gerne die Zeit, sich mit den Freunden, die zu uns kamen, zu beschäftigen und mit ihnen ausgiebig zu plaudern. Der Tag endete für alle Teilnehmer mit dem Gefühl, dass es wieder ein schönes Fest war - in Erinnerung an unsere Wischauer Sprachinsel und mit einem weiten Blick nach vorne. Wir konnten von den vielen unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten etwas für uns und unsere Huamatsorbat" mit nach Hause nehmen, und freuen uns wieder auf ein nächstes Mal in diesem Kreise! Rosina Reim
(Wenn Sie www.sudeten.de anklicken, können Sie fast alle Reden herunterladen und sich noch über die Besonderheiten dieses Sudetendeutschen Tages bis ins kleinste Detail informieren.)

Sudetendeutscher Tag 2018

 

Wallfahrt früher

Wenn im Frühsommer auf den Feldern das Getreide reifte und bevor die Erntezeit den vollen Einsatz der Landwirte und ihren Helfern erforderte, gab es noch eine etwas ruhigere Zeit, um noch zum Wallfahren oder auf den "Goudsbajch" zu gehen. Schon am Vorabend der Wallfahrt wurde im "Bischakarbl" oder "Zaika" Proviant und etwas zum Trinken eingepackt. Auch das "gria Tuach" wurde zum Schutz vor dem Regen bereitgelegt. Am nächsten Morgen sammelten sich die Pilger meistens am Dorfende, wo es dann als Prozession, voraus das Kreuz mit Fahnen und dem Vorbeter, unter abwechselnden Gesang und Beten des Rosenkranzes, in Richtung Nemcan oder Kiritein ging. Am Wallfahrtsort wurde eine heilige Messe gefeiert, jeder Pilger hatte hierbei oder auch nachher Gelegenheit, seine ganz persönlichen Anliegen, der von Familienangehörigen oder die von Haus und Hof, dem Gnadenbild darzubringen. Geistig gestärkt ging es am Nachmittag wieder mit einer Prozession zurück zum Heimatdorf. Des Öfteren wurden die Fußpilger von Kiritein kommend in Radschitz von Angehörigen erwartet, um sie nach einer kurzen Rast - versehen mit einer kleinen Stärkung und um ihnen den längeren Fußmarsch etwas abzukürzen - im "Bischabangl" nach Hause gebracht. Wurde die Wallfahrt auf zwei Tage ausgedehnt, übernachtete man auch in Kiritein. Dort hielten tschechische Bewohner einfache Räume bereit, um gegen ein kleines Entgelt auf dem Fußboden übernachten zu können. Im Heimatdorf wurden die Pilger von den Daheimgebliebenen - hauptsächlich von den Kindern - erwartet, die sich schon auf die mitgebrachten kleinen Geschenke und Andenken freuten. Nach Nemcan und Kiritein pilgerten auch einzelne oder mehrere Familien mit dem bespannten "Bischabangl". Größere Wallfahrten, die mehrere Tage dauerten, führte die Sprachinsler auch nach Velehrad oder Maria Zell in Österreich.

So nutzen die Sprachinsler die Vorerntezeit, um den Segen für Familie, Haus und Hof von den verschiedenen Wallfahrtsorten einzuholen. Diese Wallfahrten, die über einen sehr langen Zeitraum ein fester Bestand in der Sprachinsel waren, endeten jäh mit der Vertreibung. Heute nach mehr als über einem halben Jahrhundert nach der Vertreibung besuchen Sprachinsler wieder die ihnen vertrauten oder durch Erzählungen bekannten Wallfahrtsorte. Dabei werden sie sicherlich all jene Angehörigen in ihren Anliegen und Fürbitten miteinschließen, die selber vor Jahrzehnten mit den früheren Dorfgemeinschaften zu den vertrauten Wallfahrtsorten pilgerten. Josef Legner, früher Hobitschau

Wallfahrt heute

Die zwei Wischauer Rosina und Gernot machten sich Anfang Mai 2018 in aller Herrgottsfrühe mit einer Wallfahrergruppe auf den Weg, um zur Gottesmutter nach Altötting zu pilgern. Es war noch dunkel, als wir mit ca. 150 Personen aus Dingolfing und Umgebung aufbrachen, um die knapp 40 km bis zum frühen Nachmittag zu schaffen. Das Wetter war uns sehr gut gesinnt, und die herrliche Landschaft zeigte sich von der besten Seite. Betend und singend bewegte sich die Prozession meist abseits der verkehrsreichen Straßen; es ging durch Wald und über frisch gemähte Wiesen, so dass die mitgebrachte Brotzeit bei den Pausen hervorragend schmeckte.
Mir wurde diese Art des Glaubensbekenntnisses bereits von meinen Eltern mitgegeben. Von der Sprachinsel aus gingen jährlich ebenfalls viele Wallfahrten zu verschiedenen Gnadenorten: Nemtschan, Kiritein, Hostein, Velehrad oder zum Heiligen Berg bei Olmütz, so erzählte es mir meine Oma und meine Mutter immer. Sicher war das früher mehr beschwerlich als heute. Wir bewegen uns in leichter, komfortabler Wanderkleidung, während man früher immer und überall Tracht trug.  Es gab auch noch keine speziellen Wanderschuhe, vielmehr konnte man nur die Schuhe benützen, die man besaß. Heute tragen wir unsere Brotzeit im leichten Rucksack auf dem Rücken, während die Frauen früher alles im "Bischakarbl" verstauen mussten – aber trotzdem war und ist das große Erlebnis immer da.
Ein Priester aus dem Kongo, der zurzeit in Dingolfing als Pfarrer tätig ist, begleitete die Wallfahrer die gesamte Strecke. Er war so glücklich, so etwas erleben zu dürfen, das gestand er mir in fast perfektem Deutsch bei einem kurzen Gespräch. Nach 48.500 Schritten und 38 km  kamen wir am frühen Nachmittag mit Glockengeläute bei der Gnadenkapelle an, wo uns ein Priester den Wallfahrersegen erteilte. Eine größere Pause war dafür vorgesehen, unsere verbrauchten Reserven wieder aufzufüllen, bevor wir dem abschließenden Gottesdienst in die Magdalenenkirche beiwohnten. Der Tag war sehr anstrengend, doch für mich sehr positiv für Körper, Geist und Seele. RR

Fotos Rosina Reim

 

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Zu Fuß von Wischau nach Velehrad
Im letzten Jahr berichteten Rosina und Norbert beim Wischauer Seminar über die Teilnahme an einer Etappe der Sternwallfahrt nach Velehrad. Dies inspirierte Günter Brtnik, den Pilger aus der Sprachinsel, eine Pilgerwanderung von Wischau nach Velehrad, den bedeutendsten Wallfahrtsort Mährens, zu unternehmen. Heuer berichtete er darüber.

Am Morgen des 26. Juni startete Günter zu Fuß mit seinem Rucksack in Wischau. Der erste Tag war ausschließlich der Sprachinsel gewidmet. Entlang einer langen Kirschbaumallee führte sein Weg zunächst nach Hobitschau. Sein Vater Emanuel, der aus der Wischauer Sprachinsel stammt, hatte immer wieder von den vielen Kirschbäumen erzählt. Die Kirschen waren bereits reif und köstlich. Weiter führte ihn der Weg nach Kutscherau und Lissowitz. Immer dahinzugehen, entlang der Feldwege und die Natur im steten Gleichklang der Schritte auf sich einwirken lassen - das ist das Ziel eines Pilgers. Günter genoss seine Wege durch die Felder, die ja auch seine Ahnen bewirtschafteten, und den weiß-blauen Himmel am Horizont. Gegen Mittag erreichte er den Ort Tschechen, wo sein Vater Emanuel aufwuchs. Im Februar verstarb Emanuel Brtnik, und so wollte Günter mit diesem Weg ein letztes Mal Abschied von seinem Vater nehmen. Am Ortseingang entdeckte er einen Teich. Sein Vater hatte ihm berichtet, im Winter auf einem Teich Eishockey gespielt zu haben, und im Sommer badeten dort die Kinder. Mag es wohl dieser Teich gewesen sein? Die Buben der Sprachinsel führten eine unbeschwerte Kindheit. Etwas weiter passierte er die Marienkapelle in Tschechen. Sie ist in strahlendem Weiß frisch renoviert; aber dennoch erkannte Günter den Ort nicht mehr, obwohl er in  den  Jahren 1976 und 2000 schon einmal hier war. Doch plötzlich blieb er vor einem Haus stehen - er war angekommen. Es ist das Haus der Familie Haska, wo er 1976 einige Tage mit Eltern und Oma verbrachte, und den Geburtstag der Tante seines Vaters feierte.
Gegenüber war einst das Elternhaus von Emanuel Brtnik. Die Zeit wandelt sich, aus alt wird neu, und heute steht dort ein Rohbau. Am Friedhof in Altrausnitz legte Günter einige Blumen am Familiengrab nieder. Seine Tante Marie, die im jugendlichen Alter von nur 16 Jahren an Wundstarrkrampf im Jahr 1939 verstorben ist, liegt dort begraben. Es sind noch einige wenige deutsche Gräber auf diesem Friedhof. Die Felder der Familie Brtnik grenzten an das Schlachtfeld von Austerlitz. Napoleon hatte hier in der Dreikaiserschlacht seinen größten Sieg gegen die russischen Truppen von Zar Alexander I, und die österreichischen Truppen von Kaiser Franz II errungen. Günter blieb so manches Mal stehen und blickte über die Felder. Wie viele Tote mögen hier begraben sein? In der Dreikaiserschlacht starben 16000 Menschen.

Das Ziel dieses ersten Pilgertages war Austerlitz. Beeindruckt war Günter vom Schloss Austerlitz und dem großen Schlosspark, das ihn an die Schlösser von König Ludwig II erinnerte. Äußerst mysteriös war eine Begebenheit im Hotel von Austerlitz, als er am Abend den Fernseher einschaltete. Auf dem einzigen deutschen Sender diskutierte der CSU- Bundestagsabgeordnete Stefan Mayer in einer Talk-Runde. Die Mutter von Stefan Mayer stammt auch aus dem Ort Tschechen in der Sprachinsel, den Günter an diesem Tag durchwanderte.
Tschechien zählt zu den Ländern mit den am besten markierten Wanderwegen Europas. Die Kommunisten markierten die Tschechoslowakei komplett mit Wandermarkierungen, und dies kommt Günter sehr zu Gute.
Am zweiten Tag pilgerte er über die Orte Rasovice, Zdanice bis nach Korycany. In Korycany  wurde Günter zum Frühstück von einer älteren Frau herzlichst mit Rührei und Speck, Wurst und Käse, sowie mit einem Kirschkuchen mit extra viel Sahne, verwöhnt. Derart gut gestärkt durchwanderte er tags darauf das Marsgebirge über die Burg Cimburk und über ein ehemaliges Augustinerkloster hin zu einem Campingplatz vor dem Ort Buchlau. Dort stellte er sein nur 1 kg schweres Zelt auf, das er bei seinen Pilgerwanderungen immer im Rucksack hat.
Am Donnerstag, den 29. Juni, hatte Günter viel Zeit für die letzten 15 Kilometer bis Velehrad. Im großen, schön angelegten Schlossgarten von Schloss Buchlau ging Günter einige Strafrunden, ähnlich wie beim Biathlon, um zwei Kilometer Wegstrecke zu büßen, die er am Dienstag wegen eines aufziehenden Unwetters mit dem Bus genommen hatte. Die weitere Strecke war bereits dem Ankommen gewidmet und konnte gelassen angegangen werden.
Der erste Anblick ist der schönste. Über die Weizenfelder hinweg, erblickt Günter gegen Mittag nach rund 100 gegangenen Kilometern die Türme der Basilika von Velehrad. In der Basilika wird vorwiegend der Slavenapostel Cyrill und Methodius gedacht, obwohl sie ursprünglich der Mutter Gottes geweiht wurde. Der Heilige Method hat in dieser Gegend gewirkt. Im Jahre 1985 wurde die Basilika von Velehrad mit der Goldenen Rose von Papst Johannes Paul II ausgezeichnet. Altötting, der Wohnort von Günter, wurde im Jahr 2006 von Papst Benedikt XVI mit der Goldenen Rose ausgezeichnet. Unter Papst Johannes Paul II entwickelte sich die Wallfahrt nach Velehrad zum größten öffentlichen  Protest gegen die Unterdrückung durch die Kommunisten  in der damaligen Tschechoslowakei. Johannes Paul selbst durfte Velehrad erst im Jahr 1990 besuchen, d. h. nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur. Sein Besuch und seine Rede wurden zur Inspiration für die Erneuerung des Areals.
Günter lässt in der Abendmesse des romanisch-gotischen Bauwerkes alle Eindrücke der 3 ½tägigen Pilgerwanderung auf sich einwirken. Die Christen Tschechiens gestalten ihre Gottesdienste äußerst würdevoll, das kennt er bereits von seinen vorangegangenen Pilgerwegen durch dieses Land. Die Gesänge sind andächtig und die Heilige Kommunion wird ausschließlich als Mundkommunion gereicht. Günter Brtnik konnte in diesem Gottesdienst vieles mit einschließen; die letzten gegangen Tage, die schönen Wege, die Heimat seiner Vorfahren, den Abschied vom Vater … Tränen der Rührung in den Augen beschließen diesen persönlichen Pilgerweg.   Günter Brtnik

 

Geschichte als Brücke zur Verständigung
Bei meiner 18-jährigen Tätigkeit an der Pädagogischen Fakultät der Universität Brünn  in der Deutsch-Lehrerausbildung war eines meiner Fächer auch deutsche und österreichische Geschichte.
Bei meinen Bemühungen aufzuzeigen, dass sich die Geschichte dieser beiden Länder und die Geschichte Böhmens, Mährens und Schlesiens nicht trennen lassen, musste ich feststellen, dass die Masse der Studenten sehr geringe Kenntnisse hatte und z. B. überhaupt nicht wusste, dass dreieinhalb Millionen Deutsche jahrhundertelang in ihrem Land gelebt hatten. Den Begriff Vertreibung verbanden sie damit, dass die Deutschen, die 1938 und 1939 ins Land gekommen waren, nach dem Krieg einfach wieder nach Hause mussten. Darüber hinaus waren viele mit dem Klischee behaftet, dass Deutsche den Tschechen in der Geschichte immer nur Unglück gebracht haben.
Es stellte sich also heraus, dass ihr Geschichtsbild einer ganzen Reihe von Ergänzungen bedurfte, um zu zeigen, dass es auf beiden Seiten Gutes und Schlechtes gab.
Aus der Vergangenheit soll nur das Beispiel der böhmischen Brüder, zu denen Deutsche und vor allem Tschechen gehörten, dazu dienen, dass diese, unter ihnen auch Comenius, wegen ihres Glaubens ihr Land verlassen mussten und in Preußen, Schlesien und Sachsen (Herrnhut) ihre Zuflucht fanden und dass für sie sogar die tschechische Bibel in Halle/Saale gedruckt wurde. Jahrhundertelang kam es zu einem fruchtbaren Zusammenwirken von Architekten, Musikern und Künstlern beider Völker.
Die unglücklichen und tragischen Umstände der Vertreibung der Deutschen nach dem Krieg waren den Studenten kaum bekannt, z. B. der Brünner Todesmarsch. Trotz dieser Tatsache konnte darauf verwiesen werden, dass viele Tschechen nach 1968 in Deutschland aufgenommen wurden.
Das alles weckte in den Studenten das Interesse, sich selbst mit den Aspekten des Zusammenlebens von beiden Völkern zu beschäftigen. Dabei entdeckten sie, dass es auch in den Orten, wo sie herstammten, einige Tabus gab, über die man nicht sprach. So entstand eine ganze Reihe von Diplomarbeiten über das kulturelle, sportliche und religiöse Leben beider Volksgruppen in Brünn, über die Ereignisse des Jahres 1945 und über deutsche Sprachinseln in Mähren. Dabei wurde die sehr gute Arbeit von der Studentin Taušová über die Wischauer Sprachinsel besonders hervorgehoben.
So kann Geschichte durch unvoreingenommenes Heranführen zu einer Brücke für gegenseitiges Verstehen werden. Diese Bemerkungen betreffen vor allem die 90-er Jahre und die ersten Jahre nach 2000. Heute hat sich die Lage etwas geändert, es wird in den Medien offener und objektiver mit der Vergangenheit umgegangen, aber den Weg in die Schulen hat diese Einstellung noch nicht durchgreifend gefunden. Richard Rothenhagen

Seminar Kollbach 2017

 

Herzlicher und interessierter Besuch
in unserem IBZ am 18. November 2017. Die St. Stephanusgemeinde aus Wasseralfingen, die Ende August mit mir in einem Doppeldeckerbus die ehemalige deutsche Wischauer Sprachinsel besuchte, stattete uns einen Besuch ab um zu sehen, wo das Wischauer Herz in Deutschland, besser gesagt, in der Patenstadt Aalen schlägt.
Um 18.00 Uhr betraten 70 Personen aus dieser Gruppe unsere Räume. Einige Wischauer Damen wurden bereits einige Stunden vorher tätig, um eine kleine Bewirtung vorzubereiten.  Es wurde ein fröhliches Wiedersehen mit freundlichen und herzlichen Begrüßungen. Ich stellte unsere Räume und unsere Arbeiten hier in Deutschland vor. Viele Fragen wurden gestellt; wir konnten alles beantworten und aus unserem Archiv und Fundus vieles zeigen.

Persönlich war ich über das große Interesse sehr berührt und begeistert. Ich folgte auch einer anschließenden Einladung ins benachbarte Gasthaus Rössle. Dort traf man sich zum Abendessen und zum geselligen Beisammensein. Die Fotografen haben einen schönen Film von der ganzen Reise zusammengestellt und ihn hier vorgeführt. Viele CD's wurden davon verkauft und der Erlös wurde mir als Spende übergeben. Der Betrag wird in unserer Gemeinschaft hauptsächlich für grenzüberschreitende Arbeiten verwendet. Mit einer Träne und einem herzlichen DANKE verabschiedete ich mich von diesen liebevollen Menschen! RR

 

Burgen, Bier und Bonaparte: Unterwegs in Tschechien

Tschechien – für 72 Reisende aus den beiden katholischen Kirchengemeinden Wasseralfingen und Hofen und von darüber hinaus ist die Fahrt in das östliche Nachbarland vom 25. August bis zum 1. September 2017 zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden. In Erinnerung bleiben mit Prag und Brünn zwei ebenso prachtvolle wie quirlige und auffallend junge Städte, für einige aus der Gruppe die Begegnung mit Landstrichen und Orten, in denen die Wurzeln ihrer Familie liegen, und ganz sicher für alle ein – trotz der beachtlichen Größe der Reisegesellschaft – tiefes und wunderschönes Erleben von Gemeinschaft, Eindrücken, vielen Kontakten und Gesprächen.

Bier, Gulasch und Knödel – schon beim Zwischenstopp in der alten Brauer-, Industrie- und Handelsstadt Pilsen gesellten sich für viele in der Gruppe die heimlichen Reisebegleiter für die kommenden Tage durchaus willkommen dazu. Ein Gemisch, das später im "U Fleků" (deutsch: "Beim Fleck"), dem ältesten Prager Bier- und Brauhaus, in einem beeindruckenden und äußerst unterhaltsamen Ambiente einen weiteren Höhepunkt erfahren sollte.
Doch die quicklebendige tschechische Millionenmetropole und böhmische Hauptstadt hat noch weitaus bedeutendere "Denkmäler" von europäischem und von Weltrang zu bieten, von denen die Reisenden von der Ostalb kaum etwas ausließen: den Hradschin mit der Prager Burg und dem Veitsdom, die Karlsbrücke, die so genannte Kleinseite, das jüdische Viertel mit seinem beeindruckenden Friedhof, Altstädter Ring, Wenzelsplatz und immer wieder prächtige und mächtige Häuserzeilen und Bauwerke aus vielen Jahrhunderten der Stadtgeschichte. Und auch das ist Prag: die nachmittägliche Schiffsfahrt auf der Moldau, der abendliche Opernbesuch im herrlichen Nationaltheater, die Vorstellung in einem "Schwarzen Theater", ein Klassikkonzert im Clementinum, einem der größten Gebäudekomplexe Europas, oder ein Abendspaziergang auf den Spuren Franz Kafkas.

Und noch ein stiller "Reisebegleiter", sogar mit heimatlichem Ostalb-Bezug, kam in Prag dazu: die Schwäbisch Gmünder Baumeisterfamilie Parler, die neben dem Hradschin unter anderem auch in der alten Bergbau- und Münzstadt Kutna Hora (Kuttenberg) ihre Spuren hinterlassen hat, vor allem im mächtigen Dom der heiligen Barbara. Neben der inzwischen zum Unesco-Weltkulturerbe erklärten, malerischen Altstadt hinterließ vor allem die Knochenkirche im Stadtteil Sedlec nachhaltige Eindrücke. Teile aus rund 40 000 menschlichen Skeletten wurden hier künstlerisch verarbeitet, um Dekorationen und Einrichtungsgegenstände für den kleinen Kirchenraum im Untergeschoss der Allerheiligenkirche zu formen.

Vielleicht erfrischend anders, ganz sicher weniger überlaufen und noch mehr von einer reizvollen Spannung aus Modernität und habsburgischer Geschichte geprägt als Prag – so dürfte die mährische Hauptstadt Brünn den Reisenden im Gedächtnis bleiben. Der die Stadt überragende Dom Sankt Peter und Paul, das alte Rathaus mit dem an der Decke hängenden "Brünner Drachen", der große Freiheitsplatz mit der Pestsäule, aber auch die etlichen anderen größeren und kleineren Plätze der Altstadt gehören ebenso zur zweitgrößten Stadt Tschechiens wie die Burg Spielberg oder das riesige Messegelände direkt gegenüber des Hotels. Besonders in Verbindung mit Brünn bleibt schließlich auch der letzte, nicht unwichtige und sogar permanente Reisebegleiter in guter Erinnerung: das herrliche Spätsommerwetter mit lauen Abenden und warmen Mittagstemperaturen, die in der mährischen Metropole in deutlich über 30 Grad gipfelten.

Dass es in Tschechien nur ein kurzer Sprung nach Frankreich sein kann, erlebten die Reisenden  auf dem "Zuran", dem Aussichtshügel von Napoleon Bonaparte über das Schlachtfeld von Austerlitz. Nicht nur die Tatsache überraschte, dass die paar Quadratmeter Bodenfläche mit dem in Bronze gegossenen Geländerelief darauf bis heute exterritoriales französisches Staatsgebiet sind. Weitaus imposanter noch war die äußerst "lebendige" Geschichtsstunde, bei der viel über die damaligen Umstände solcher Schlachten, über Waffen und Ausrüstung zu erfahren war – diverse Selbstversuche inklusive.

Ein emotionaler Höhepunkt für einige in der Gruppe und eine interessante Erfahrung für alle war ganz sicher der Besuch in der Wischauer Sprachinsel, jener ehemals deutschen Sprachinsel zwischen Brünn und Olmütz innerhalb der tschechischsprachigen Gebiete Südmährens, über die die Stadt Aalen 1980 die offizielle Patenschaft übernommen hat. Der gemeinsame Gottesdienst in der Pfarrkirche von Rosternitz, die herzliche Aufnahme und Bewirtung im dortigen Dorfhaus sowie der Besuch in Kutscherau samt Besichtigung eines alten, original restaurierten Sölderhauses prägten diese Stunden. Dass das Besitzerehepaar des Hauses und die Hauptakteure der vormittäglichen Geschichtsstunde auf dem "Zuran" dieselben Personen waren, dürfte für so manchen eine zusätzliche Überraschung gewesen sein.

Nach einer Woche voller neuer, vielleicht auch wieder entdeckter, ganz sicher aber erkenntnisreicher Eindrücke stand für die allermeisten über der Heimfahrt auch dieser Wusch: auf viele weitere gemeinsame Reisen! E.S.
 

 

Brauchtum und Trachten
Rund 4.000 Trachtenträger, Musikanten, Traditionsgruppen mit Pferden, Schweinen und Ziegen waren beim traditionellen Volksfestumzug am 24. September 2017 in Stuttgart-Bad Cannstatt dabei. Der Umzug begann beim Kursaal und zog weiter durch die historischen Gassen bis zum Wasen, dem berühmten Stuttgarter Volksfestplatz. Mit seiner fast 200-jährigen Geschichte kann das Volksfest auf eine große und lange Tradition zurückblicken.
Wulf Wagner vom Cannstatter Volksfestverein, der sich als Bindeglied zwischen Tradition und Moderne sieht, berichtet:
 "Im Jahre 1818 haben König Wilhelm I. von Württemberg und seine in der Bevölkerung sehr beliebte Frau ein "landwirtschaftliches Fest zu Cannstatt" gestiftet, um der bäuerlichen Bevölkerung nach zwei schlimmen Hungerjahren wieder Hoffnung und Motivation zu verleihen. Inzwischen hat sich das Cannstatter Volksfest zum größten Fest des Landes entwickelt.

Im 19. Jahrhundert verließen viele Württemberger mit ihren Familien das Land, um im Ausland ihr Glück zu finden. Ein Gros machte sich auf den Weg über den großen Teich. Doch offensichtlich waren die Württemberger in Amerika so vom Heimweh geplagt, dass sie sich am liebsten mit ihresgleichen umgaben. So gründeten sich in Chicago, in New York, in Philadelphia und anderswo in den Staaten schon Mitte des 19. Jahrhunderts Schwabenvereine, die sich "Cannstatter Volksfestverein" nannten. Noch heute gibt es diese Vereine und alljährlich feiern sie ihr "Cannstatter Volksfest" mit Fruchtsäule, German-Beer, Schuhplattler und allem, was nach klischeebehafteter amerikanischer Sicht zu einem echten "German-Beer-Festival" dazugehört. Fast jedes Jahr besuchen die amerikanischen Volksfestvereine das Cannstatter Volksfest und ihre schwäbischen Vereinsbrüder. In diesem Jahr wird der Cannstatter Volksfestverein aus New York mit 44 Mitgliedern zu seinen Wurzeln zurückkehren."

Wir Wischauer wurden bereits Anfang des Jahres eingeladen,  mit unseren besonderen Trachten bei diesem Umzug dabei zu sein. Wir freuten uns schon lange auf dieses Ereignis, weil wir als Mitwirkende schon oftmals hier db ei waren. Jede Teilnahme in diesem Größenformat erfordert "von unserer kleinen Gemeinschaft eine umfangreiche Organisation".  Anneliese Kästl nahm sich dieser Herausforderung an und konnte 25 Personen gewinnen, die gerne die Präsentation unserer Wischauer Tracht übernahmen. Pünktlich um  6.00 Uhr fuhr ein Bus von Aalen Richtung Stuttgart zum Umkleidequartier bei der Stuttgarter Feuerwehr. Dort herrschte – wie gewohnt - bald emsiger Umtrieb, doch dieses Mal galt diese kleine Aufregung einer Dame vom Stuttgarter Volksfestverein. Sie erfüllte einen Auftrag vom Festbüro, unsere Gruppe vom Anziehen in der Halle bis zum Ende, d.h. Eintreffen auf dem Volksfestplatz, zu begleiten. Wir freuten uns ob dieser Ehre und gaben bereitwillig Auskunft über unsere Herkunft, unser Brauchtum und über unsere Tracht. Annika und Leo, die im August diesen Jahres am Schönenberg bei Ellwangen geheiratet haben, wurden als unsere Modells ausgewählt, und so wurde fleißig fotografiert, dokumentiert und erzählt, wie man eine Hochzeitstracht genau anlegt. Neben dieser besonderen Herausforderung wurde auch bei den anderen Trachtenträgern fleißig Hand angelegt, so dass pünktlich zum vorgeschriebenen Zeitpunkt alle Teilnehmer fertig waren. Die Aufstellung erfolgte im Park vor dem Kursaal Dort mussten wir durch einige Verzögerungen noch lange warten, doch dadurch konnte manch schönes und seltenes Foto geknipst werden. Mit der Nummer 81 belegten wir das letzte Drittel des Zuges.
Vor und nach uns marschierten Blaskapellen, und so konnten wir unseren Schritt gut anpassen. Unserer Gruppe voraus gingen unsere Wischauer Fahne, ein Vereinstaferl und ein Nummerntaferl des Festzugkomitees. Die Zuschauer winkten fröhlich und oft wollten sie wissen, woher wir kommen. Das erklärten schließlich an fünf verschiedenen Stellen des 3,5 km langen Zuges die Organisatoren dieses Festes per Lautsprecher. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel und überall waren fröhliche Menschen zu sehen. Die Flitterkränze der jungen Damen, die allgemeine Farbenpracht in der Tracht, die leuchtenden orangen Strümpfe und die mehr als 80jährigen Schuhe sprachen für uns.  Auch die Herren mit ihren strahlend weißen Hemden, dem gemusterten roten Brustfleck und den Hüten mit den großen Flittersträußeln gaben ein sehr schönes Erscheinungsbild ab. Dass wir so viel Lob während des Trachtenzuges erhalten haben, schrieben wir unserer Tracht und der Fröhlichkeit zu, mit der wir  viele Zuschauer animierten. Christine Legner wurde vom SWR-Fernsehen interviewt, das sicher einige Wischauer im Fernsehen gesehen haben. Jedes Jahr verfolgen rund 250.000 begeisterte Zuschauer das Spektakel am Straßenrand, und rund einen halbe Million im Südwestfernsehen.
Gestärkt mit einem deftigen Wiesnhendl und einem Getränk der eigenen Wahl traten wir zufrieden und glücklich wieder die Heimreise an. Rosina Reim

 

Seminar Kutscherau

Veranstalter: "Wieder belebte Geschichte"  Kutscherau, Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V.  München und Gemeinde Kutscherau,

Deutsch-Tschechisches Kulturseminar am 12. August 2017 im Gasthaus Kutscherau, Thema: Leben und Bräuche das ganze Jahr über und ihre Besonderheiten - Vorstellung von Trachten

Patenkinder der Stadt Aalen waren wieder in ihrer Heimat auf dem Weg der Verständigung unterwegs.
Am 12. August 2017 fand das dritte Seminar in Kutscherau, einem der acht deutschen Dörfer in der ehemaligen Sprachinsel bei Wischau statt. Organisiert wurde es von der Gemeinde Kutscherau, vom  Brauchtumsverein "Wieder belebte Geschichte" und von der Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V. Rosina Reim; es stand unter dem Motto "Leben und Brauchtum das Jahr über, Geschichte und Tracht". Die Idee zu dieser Veranstaltung reifte schon sehr lange, denn die Fragen "wer waren unsere ehemaligen Dorfbewohner, welche Kultur hatten sie und wo und wie leben sie jetzt" wurden immer öfters an uns  herangetragen. Wir beschlossen daraufhin, das Leben unserer Vorfahren den interessierten Teilnehmern durch Seminare näher bringen.
Der Bürgermeister des Dorfes stellte uns auch 2017 wieder unentgeltlich den Gemeindesaal zur Verfügung und half bei allen Vor- und Nacharbeiten.  Unsere 20 großen Fototafeln, die über das Leben unserer Vorfahren berichten, vier mitgebrachte Trachtenschautafeln, sowie viel Originaltrachtenteile wurden von Rosina Reim, Norbert Herrling und Leif Andresen gut platziert, damit die breite Palette unserer Objekte übersichtlich und gut vorzustellen war.

Es ist gelungen, tolle Referenten zu gewinnen, die ehrenamtlich für die Verständigung mit uns zusammen arbeiteten.

Die Besucher hatten bei allen Punkten die Möglichkeit, Fragen zu stellen! Die Referenten beantworteten sie sehr gerne.

Am Spätnachmittag trennten sich die Teilnehmer wieder voneinander mit der Option, gerne nächstes Jahr wieder zu kommen, um weiter gemeinsam auf den Spuren der Vorfahren zu wandern.  Rosina Reim

Seminar Kutscherau 2017

Europeade Turku 2017

Buen Camino 2017

Sudetendeutscher Tag 2017

Wie Böhmen noch bei Österreich war 2017

Besuch Waiblingen 2017

Dorfmuseum Essingen 2017

Bilder zum Sudetendeutscher Tag 2016

Sie finden das "Wischauer Heimatlied" auf Youtube

Aus Böhmen kommt die Musik

Bilder zur Wallfahrt 2016

Bilder zum Seminar Kutscherau 2016

Bilder zum Heimattreffen in Aalen 2016

Bilder zur Ausstellung Fachsenfeld 2016

Bilder zum Trachten- und Schützenzug 2015

Bilder zum Seminar Kutscherau 2015

Bilder zum Besuch des Schirmherrns OB Rentschler 2015

Bilder zur Sprachinselreise 2015

Bilder zur Versöhnungswallfahrt 2015

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2015

Bilder zum Vertriebenengedenktag 2014

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2014

Bilder zu Trachtenschau im HdO 2014

Weitere Bilder zum Trachten- und Schützenzug und http://sdrv.ms/1bF72Sp

Bilder zu Housntrocha und Riech 2014

Bilder zum Besuch Wischauer Jugendliche in Aalen 2013

Bilder zu Aalen International 2013

Bilder zum Heimattreffen 2013

Bilder zur Ausstellung im Schloss Wischau 2013

Bilder zum Sudetendeutschen Tag 2013