Oktoberbild 2018

Wischauer Teilnehmer am Internationalen Münchner Trachten- und Schützenzug 2018

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Wir feiern ein Jubiläum!!!
25. Jahre Wischauer Seminar
am 24. und 25. November 2018 in Kollbach

Bereits zum 25. Mal findet dieses Jahr das Wischauer Seminar statt. In all diesen Jahren haben wir viel über unsere Geschichte, über Trachten und Bräuche und alles rund um unsere Sprachinsel erfahren. Viele Referenten haben uns dabei unterstützt und begleitet und gemeinsam haben wir viele schöne Stunden verbracht.

Wir laden Sie auch dieses Jahr sehr herzlich ein zu unserem Jubiläumsseminar. Es erwarten Sie wieder viele unterschiedliche Themen und Referenten wie zum Beispiel

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte an. Der konkrete Progammablauf wird noch abgestimmt - gerne können Sie diesen ab ca. Anfang November bei uns anfragen. Wir freuen uns auf Euch und verbleiben mit heimatlichen Grüßen

Monika Ofner-Reim                         Rosina Reim
089 / 700 99 700                               089 / 83 81 37
Wastl-Witt-Str. 5                                 Reichenaustr. 9
80689 München                                 81243 München
monika.reim@web.de                       rosinare@aol.com  

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"Land und Leute"
Die Kreisgruppe Stuttgart der Sudetendeutschen Landsmannschaft feierte unter dem Motto  "Sudetendeutsche Vielfalt Mundart, Gedichte und Gesang" mit einem Kulturnachmittag ihr 70-jähriges Jubiläum.

Dazu konnte die stellvertretende Kreisobfrau der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart und Landesvorsitzende des "Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, Stadträtin Iris Ripsam im "Haus der Heimat" in Stuttgart auch zahlreiche Ehrengäste wie den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Kaufmann, den Vertreter des Bezirksvorstehers von Stuttgart-West, Bezirksbeirat Bernhard Mellert, den Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Baden-Württemberg, Klaus Hoffmann, den sudetendeutschen Landeskulturreferenten Albert Reich, die Bundesfrauenreferentin der Sudetendeutschen, Gerda Ott und die Vorsitzende des Deutschen Kulturverein Region Brünn, Hanna Zakhari begrüßen.
Die Jubiläumsveranstaltung, moderiert von Kreisobfrau Waltraud Illner und musikalisch umrahmt von Alexander Loistl, stand ganz im Zeichen von literarischen und musikalischen Beiträgen aus den verschiedenen Heimatregionen der Sudetendeutschen. So boten die Heimatgliederungen aus dem Kuhländchen, dem Altvatergebirge, des Böhmerwaldes, dem Braunauer Ländchen, dem Egerland, der Wischauer Sprachinsel, aus Reichenberg und aus Südmähren, Geschichten und Gedichte in Mundart. Aber auch das Schwäbische kam an diesem unterhaltsamen Nachmittag nicht zu kurz.
Klaus Hoffmann, der als Landesobmann der Sudetendeutschen in Baden-Württemberg, der den Stuttgartern zu ihrem Jubiläum gratulierte, hob in seiner Festansprache die Bedeutung der Dialekte hervor, die es zu hegen und pflegen gelte. So seien auch die Mundarten der deutschen Heimatvertriebenen ein kultureller Schatz, die neben den regionalen Dialekten erhalten werden müssten. Doch gelte es die sudetendeutsche Kultur nicht nur allein zu bewahren. Vielmehr müsse alles, was die Vorfahren im Sudetenland an Kultur geschaffen hätten, in eine gesicherte Zukunft geführt und nachfolgenden Generationen vermittelt werden. Der sudetendeutsche Landesobmann zählt dabei vor allem auch auf die Unterstützung der Politik, ohne deren moralischen aber vor allem auch finanziellen Beistand, die heimatpflegerische Arbeit der Verbände und Landsmannschaften nicht funktionieren würde. Helmut Heisig, SL Stuttgart

Christine Legner und Rosina Reim haben unsere Wischauer Heimat vor einem interessierten und aufmerksamen Publikum gut präsentiert. Alte, historische Fotos zeigten Land und Leute in der ehemaligen Sprachinsel, und im Gegenzug dazu wurden auch die neuesten Fotos vom Münchner Trachtenzug vorgeführt. Wir danken der Organisation für die Einladung! RR

 

Münchner Oktoberfest Trachten und Schützenzug 2018

Der internationale Münchner Trachten- und Schützenzug, der als einer der prachtvollsten der Welt gilt, fand heuer am 23. September 2018 zum 185. Mal statt.  Am ersten Wiesn-Sonntag reihen sich hier traditionell ca. 200 Gruppen mit insgesamt rund 9.000 Teilnehmern aneinander und alle Trachtengruppen, Musikkapellen, Spielmannszüge mit ihren Prachtgespannen und  Festkutschen freuen sich, Teil dieses besonderen Umzugs zu sein. Organisiert wird der Umzug vom Münchner Festring e.V., der aufgrund der jahrelangen Erfahrun alles immer perfekt plant und organisiert und den Festzug immer wieder neu und abwechslungsreich zusammenstellt.
Mit der Zusage zur Teilnahme war für unsere Gruppe die Freude groß. Es musste schon zeitig geplant und organisiert werden, um möglichst viele junge Menschen zu motivieren. Sieben Kilometer sind eine relativ weite Strecke und dafür ist es erforderlich, fit zu sein. Es ist uns gelungen, Wischauer aus vielen Himmelsrichtungen dafür zu begeistern.  Die Teilnehmer aus unserer Patenstadt Aalen mussten frühzeitig aufstehen, denn der Bus fuhr bereits um 3.30 Uhr ab. Noch recht müde erreichten sie rechtzeitig unser Umkleidequartier, und sofort wurde bei den Frauen und Mädchen Hand angelegt. Bald herrschte ein reges Treiben, denn viele viele Handgriffe sind nötig, bis unsere Tracht sitzt. Im Vorfeld wurden in unserem IBZ in Fachsenfeld bereits mehrere Workshops abgehalten, um auch den neu hinzugekommenen Trachtenträgern die Tracht und ihre Besonderheiten zu erklären. Bei uns gibt es fast ausschließlich Originalteile, die weit mehr als 80 Jahre alt sind. Wir haben daran bis heute nichts verändert, ergänzt, vereinfacht oder modernisiert. In der Zwischenzeit trafen auch die Teilnehmer mit ihren Privat-PKWs ein. Alle Frühaufsteher konnten sich an einer kleinen bereit gestellten Morgenbrotzeit vor dem großen Ereignis stärken.

Pünktlich um 08.45 Uhr verließen 45 perfekt gekleidete Trachtenträger bei leichtem Nieselregen das Quartier. Die Wiesn-U-Bahn brachte alle zum Aufstellungsort an der Widenmayerstraße. Beim Aussteigen regnete es in Strömen, aber kurz darauf schoben sich die Wolken auseinander und ein blauer Wolkenhimmel, tat sich auf. An der Widenmayerstraße erwartete die Gruppe unser jüngster Teilnehmer Severin, der schon seit Tagen diesem Ereignis entgegen fieberte. Er gefällt sich selbst sehr gut in der Tracht und hat sich schon seit längerem darauf gefreut, sie zu tragen. Natürlich waren auch seine Eltern sichtlich stolz auf ihren niedlichen Sohn und auch wir anderen Erwachsenen sparten nicht mit Komplimenten. Die Zeit bis zum Abmarsch war sehr kurzweilig, denn es herrschte rundherum reges Treiben. Trachtler mit ihren Gruppen flanierten vorbei, bestaunten sich gegenseitig, fachsimpelten miteinander, und man spürte förmlich, dass auch die anderen Teilnehmer hoch motiviert waren. Die Freude spiegelte sich in ihren Gesichtern wieder. "Wer richtige Tracht sehen will, die von Menschen getragen wird, die sich drin sichtlich wohlfühlen, die das auch ausstrahlen und die damit eine Verbundenheit vermitteln, der sollte sich mal den Trachten- und Schützenzug anschauen. Aus einem Großteil Europas und einem ganz klein wenig Asien werden viele Menschen den Weg nach München finden und hier ihre Trachten präsentieren", so schrieb einst Manfred Newrzella, Geschäftsführer vom Festring München e.V. 

Um 10.00 Uhr startete dann pünktlich der Trachtenzug.  Unsere Originaltrachten aus der kleinen deutschen Sprachinsel bei Wischau in diesem Rahmen zu präsentieren, ist schon etwas Großartiges. Viele tausend Zuschauer am Straßenrand winkten fröhlich und der Applaus war entsprechend positiv. Inzwischen schien auch die Sonne und ließ die Flitterkränze der jungen Frauen und die bunten Hutsträußel der Männer im besonders schönen Licht erstrahlen. Immer wieder kann man auch feststellen, dass bei den Frauen, neben den Tatzln, besonderes Augenmerk auch auf unsere "Rahmlschuhe" oder "Bodgan" gerichtet ist. Diese Schuhe sind sicher eine besondere Rarität, denn allesamt wurden einst von den Dorfschustern hergestellt und sind Dank entsprechender Pflege auch noch nach mehr als 80 Jahren, sehr gut erhalten.

Die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn ging mit der Nummer 7a vor uns und durch den Klang der bekannten Weisen war ein zackiges Marschieren leicht möglich. Der kleine Severin ging zu Beginn stramm an der Spitze mit, doch auf halber Strecke setzte er sich – zwar widerwillig, aber doch entkräftet - in den vom Papa mitgeführten kleinen Handwagen. Er war aber, gleich ob zu Fuß oder im Wagen, ein absoluter Hingucker. Die Route des Festzuges wurde heuer etwas abgeändert: er setzte sich in der Maximilianstraße in Bewegung und führte weiter über die Residenzstraße, Ludwigstraße, Odeonsplatz, Brienner Straße, Maximiliansplatz, Lenbachplatz, Stachus, Sonnenstraße, Schwanthalerstraße, Paul-Heyse-Straße, Kaiser-Ludwig-Platz, Schubertstraße, Esperantoplatz bis zum Endziel "Wiesn"- Nach dem 7 km langen Fußmarsch durch die wunderschöne Münchner Innenstadt und einigen Blasen an den Füßen freuten sich alle auf eine wohlverdiente Brotzeit im Augustiner Festzelt, wo auf uns die reservierte Plätze warteten. Das von der Organisation gesponserte Hendl mit einem Wunsch-Getränk schmeckte hervorragend. Von den Brauereien wird für die Wiesn sogar ein spezielles Bier, das Wiesn-Märzen mit mehr Stammwürze und damit auch mit einem höheren Alkoholgehalt, gebraut.

Nach dieser erquickenden Ruhepause konnte jeder nach Lust und Laune seine Zeit einteilen;  entweder man gönnte sich noch eine weitere Wiesnmaß, man stürzte sich ins Getümmel in den Schaustellerstraßen, man machte einen  Wiesn-Rundgang oder man schlenderte einfach zum Umkleidequartier zurück. Ich konnte beim Eintreffen der Trachtenträger im Quartier feststellen, dass sämtliche Gesichter strahlten, denn es war ein langer, harmonischer, erlebnisreicher und sehr schöner Tag, der jetzt zu Ende ging. Nun hieß es wieder einpacken und Koffer, Taschen oder Beutel in den Autos verstauen. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Wahre Freundschaft" löste sich "die Gemeinschaft" auf und jeder fuhr wieder Richtung Heimat, zwar müde, aber um viele schöne Erlebnisse reicher.
Wir haben mit unserer Teilnahme auch dieses Jahr wieder die "Wischauer" einem breiten Publikum präsentiert: den vielen Besuchern direkt vor Ort und auch den vielen, die im Fernsehen den Umzug verfolgt haben. Für unsere Gruppe war es wieder einmal ein besonderes Erlebnis hier dabei zu sein und wir haben das sehr genossen. Rosina Reim

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Trachten- und Schuetzenzug 2018

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Kulturdenkmäler

Um mehr Wissen über Kulturdenkmäler und ihre Renovierung bzw. Pflege für uns Wischauer einzuholen, habe ich mich für einen workshop im Braunauer Ländchen in Nordosten Böhmens angemeldet, den die Gruppe OMNIUM organisiert und durchgeführt hat; Frau Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, tritt bei diesem Projekt als Mitorganisatorin auf. Zusammen mit ihr fuhr ich am 1.August über Prag nach Braunau.
Am Abend lernte sich eine bunt zusammengewürfelte Gruppe kennen: ein Graphiker und zugleich Heimatkreisbetreuer von Braunau, wohnhaft in Gera, zwei Männer und eine Dame mit Wurzeln aus Braunau, wohnhaft im Hermsdorf, ein Direktor und eine junge Dame aus dem musisch-künstlerischen Bereich, beide aus Tschechien, das OMNIUM-Team Jakub und Barbora, Prag, Zuzana und ich, beide aus München.
Der zweite Tag begann sehr früh, da es ein sehr heißer Tag werden sollte, und uns viel Arbeit erwartete. Das OMNIUM-Team führte uns auf den Friedhof von Märzdorf, tschechisch Martinkovice. Der Friedhof umfasst ca. 180 Gräber, von denen noch zwei Drittel deutsch sind. Diese Gräber benötigten dringend eine Pflege. Viele von ihnen waren gänzlich mit Efeu zugewachsen, andere wiederum stark vermoost, oder die Einfassungen bzw. Grabsteine standen schief oder sind verrutscht. An vielen Gräbern waren schwarze Marmortafeln mit den persönlichen Daten und sinnigen, zum Teil sehr emotionalen Sprüchen. Das sah auch nach der langen Zeit nach der Vertreibung noch sehr würdevoll aus. Reichere Leute vom ehemals deutschen Ort wurden ebenfalls auf diesem Friedhof in einer Gruft beerdigt.
Für passende Werkzeuge war gesorgt. Bei vielen Gräbern wucherte der Efeu schon 75 Jahre und es war sehr schwer, die gesamten Wurzeln durchzuschneiden, und das Grün dann zu entsorgen. Bei Gräbern mit einer Grabplatte wurde nach dem Wurzelschnitt der Abfall als "Teppich'" eingerollt und weg getragen. Die Arbeiten gingen Hand in Hand und am Ende des zweiten Tages waren viele schädliche Spuren der Vergangenheit beseitigt. Das ORGA-Team war zusammen mit uns Helfern sehr froh, dass diese Verwachsungen, die mehr und mehr Schaden anrichten könnten, beseitigt wurden. Für die Personen, deren Familien oder Freunde hier begraben liegen, war es eine Herzensangelegenheit zu helfen, für alle anderen war es eine sehr gute Sache, denn "nur gemeinsam kann etwas bewegt werden".  RR

 

Kultur und Heimat - Fundamente des Friedens, Motto des 69. Sudetendeutscheh Tages 2018 in Augsburg

Der 69. Sudetendeutsche Tag vom 18. bis 20. Mai 2018
in Augsburg war auch dieses Jahr für uns Wischauer wieder ein Ort der Begegnungen, um unsere Heimat zu präsentieren und den vielen Besuchern Rede und Antwort geben zu können. Der Stand wurde mit verschiedenen Frauenröcken, Tüchern und Fotos bestückt, um etwas von unserem heimatlichen Kulturgut zu zeigen.
Am Freitagabend wurden im Goldenen Saal im Augsburger Rathaus die diesjährigen Kulturpreise und der Volkstumspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft 2018 verliehen. Der Sprecher, Bernd Posselt, überreichte bei einem Festakt im Goldenen Saal die Urkunden an die Preisträger aus Wissenschaft, Kunst, darstellender Kunst, Musik, Literatur und Brauchtumspflege. Als Moderatorin leitete die Sängerin Iris Marie Kotzian charmant durch den Festlichen Abend. Zum ersten Mal dabei war die neue Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, die eine sehr engagierte Rede hielt: "Ich freue mich, dass ich heute zum ersten Mal in meinen neuen Amt bei der Verleihung der Sudetendeutschen Kulturpreise teilnehmen und herausragende Beiträge zur Bayerischen wie zur europäischen Kultur würdigen darf. Das Kulturelle Erbe der Deutschen im Sudetenland ist nicht nur von historischen Interesse, sondern bedeutet vielmehr Gegenwart und Zukunft!", so die Staatssekretärin aus dem Bayerischen Familien- und Sozialministerium in Vertretung von Schirmherrschaftsministerin Kerstin Schreyer in ihrem Grußwort.
Am Samstagvormittag eröffnete Bernd Posselt in einem Festakt offiziell den 69. Sudetendeutschen Tag und freute sich, dass die Besucher wieder in so großer Zahl in die Schwabenhalle gekommen sind. "Vor zwei Jahren hat der tschechische Kulturminister Daniel Herman in seiner eindrucksvollen Rede bei der Hauptkundgebung erzählt, wie er als junger Mann im Böhmerwald von der östlichen Seite hinübergeschaut hat und die Glocken aus Bayern gehört hat und dachte - da drüben sind jetzt unsere sudetendeutschen Landsleute". Auf der anderen Seite habe ich und viele Angehörige der nachgeborenen Generation erlebt, wie wir mit unseren Eltern und Großeltern Jahr für Jahr an die Grenze gingen, und dann haben uns die Eltern und Großeltern gesagt "Da hinten liegt dieses wunderbare Land Böhmen, liegt das wunderbare Land Mähren, liegt das wunderbare Land Österreichisch-Schlesien oder Sudetenschlesien, wo wir herstammen. Hoffentlich werdet Ihr eines Tages dieses Land einmal mit eigenen Augen sehen können. Heute ist Dank der Tapferkeit des Tschechischen Volkes und der anderen Völker hinter dem Eisernen Vorhang, aber auch dank derer, die niemals aufgehört haben, an die Freiheit und Wiedervereinigung zu glauben, dieser mitteleuropäische Raum wieder frei. Er wächst zusammen. Ich habe immer gesagt: Bayern und die Tschechische Republik, Bayern und die Böhmischen Länder sind die beiden Herzkammern Europas, die künstlich geteilt waren und jetzt wieder zusammenwachsen. Dafür können wir Gott nicht dankbar genug sein."(Auszug Rede Posselt)
Grußworte überbrachten Eva Weber, Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Kerstin Schreyer, MdL, Bayerische Staatsministerin für Familie Arbeit und Soziales und Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat. Danach folgte einer der Höhepunkte dieses Tages: "S.E. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, erhielt den Europäischen Karls-Preis 2018". Bei einem kurzen persönlichen Gespräch, abseits der großen Bühne, mit Seiner Eminenz Kardinal Schönborn erzählte er mir, dass mütterlicherseits seine Großmutter Gertrud von der Familie Skutezky, ehemalige Zuckerfabrik in Wischau, abstamme. Seine Mutter, Gräfin Eleonore Schönborn lebt heute, 98jährig in Österreich und sie erzählte ihm schon früher immer viel über Wischau, über das Cafe Janski, über die Burg derer von Schöller in Ratschitz, wo die Familie vor dem Krieg wohnte, sowie das beschauliche Leben vor dem Krieg. Ein gemeinsames Foto wird S.E. Kardinal Schönborn seiner Mutter überbringen, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Gräfin noch an unsere Vorfahren erinnern wird. (Die vollständige Dankesrede des Karlspreisträgers finden Sie in diesem WHB)
Unsere Freunde aus Württemberg trafen währenddessen ein, um uns zu unterstützen. Jeder Teilnehmer ist bei uns sehr  wichtig, jeder auf seine ganz besondere Weise!
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Begegnungen, der Verständigung und den Besuchen der vielen, unterschiedlichsten Veranstaltungen. Viele Ausstellungen konnten besichtigt werden, die sich allesamt mit dem Vertriebenen-Thema befassen.

Eine kleine Begebenheit am Rande: Eine unserer  WHB-Bezieherinnen feierte dieses Jahr ihren 80. Geburtstag. Es war ihr Wunsch, den Sudetendeutschen Tag einmal mit zu erleben und beim Wischauer Stand etwas Heimat zu spüren.  Sie kam mit ihrer Familie und zeigte sich höchst erfreut, als sie von uns eine nachträgliche Gratulation bekam und sie gerne über dies und das informierten. Beim Volkstumsabend  unter dem Motto "So klingt die Heimat" zeigten verschiedene sudetendeutsche Gruppen ihr Können; mundartliche Beiträge zogen sich durch das gesamte Programm. Der lange Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Böhmischen Dorffest aus.

Am Sonntag in der Frühe gesellten sich noch zwei Damen zu uns - und damit war unsere Gruppe komplett! Was schon bei unseren Vorfahren immer sehr wichtig war, hat auch für viele von uns noch heute Priorität - der Kirchgang. In der gut gefüllten Schwabenhalle feierten einen schönen Pfingst-Gottesdienst mit:  Abt em. Gregor Zasche OSDB, Kloster Schäftlarn, Pater Stanislav Pribl, ThD, Generalsekretär der Tschechischen Bischofskonferenz, Monsignore Dieter Olbricht, Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen, Regionaldekan Holger Kruschina, Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerks, sowie viele weitere Heimatpriester. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gartenberger Bunker-Blasmusik aus Geretsried unter der Leitung von Roland Hammerschmied. Unsere Fahne wurde auf die Bühne mitgenommen.
Die Kundgebung begann mit dem festlichen Fahneneinzug aller teilnehmenden Gruppen, bei der wir selbstverständlich mitmarschierten.  
Bei der Hauptkundgebung, die sehr gut besucht war, sprach neben vielen anderen Rednern der neue Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder MdL und Schirmherr der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bayerns vierten Stamm.
Die sudetendeutschen Mundartfreunde sind immer präsent und auch dieses Jahr hat sich Rosina mit unserer "Huamat-Sproch" dort eingebracht.
Unser Wischauer Stand wurde stets gut besucht und wir nahmen uns gerne die Zeit, sich mit den Freunden, die zu uns kamen, zu beschäftigen und mit ihnen ausgiebig zu plaudern. Der Tag endete für alle Teilnehmer mit dem Gefühl, dass es wieder ein schönes Fest war - in Erinnerung an unsere Wischauer Sprachinsel und mit einem weiten Blick nach vorne. Wir konnten von den vielen unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten etwas für uns und unsere Huamatsorbat" mit nach Hause nehmen, und freuen uns wieder auf ein nächstes Mal in diesem Kreise! Rosina Reim
(Wenn Sie www.sudeten.de anklicken, können Sie fast alle Reden herunterladen und sich noch über die Besonderheiten dieses Sudetendeutschen Tages bis ins kleinste Detail informieren.)

Sudetendeutscher Tag 2018

Seminar Kollbach 2017

Europeade Turku 2017

Buen Camino 2017

Sudetendeutscher Tag 2017

Wie Böhmen noch bei Österreich war 2017

Besuch Waiblingen 2017

Dorfmuseum Essingen 2017

Bilder zum Sudetendeutscher Tag 2016

Sie finden das "Wischauer Heimatlied" auf Youtube

Aus Böhmen kommt die Musik

Bilder zur Wallfahrt 2016

Bilder zum Seminar Kutscherau 2016

Bilder zum Heimattreffen in Aalen 2016

Bilder zur Ausstellung Fachsenfeld 2016

Bilder zum Trachten- und Schützenzug 2015

Bilder zum Seminar Kutscherau 2015

Bilder zum Besuch des Schirmherrns OB Rentschler 2015

Bilder zur Sprachinselreise 2015

Bilder zur Versöhnungswallfahrt 2015

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2015

Bilder zum Vertriebenengedenktag 2014

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2014

Bilder zu Trachtenschau im HdO 2014

Weitere Bilder zum Trachten- und Schützenzug und http://sdrv.ms/1bF72Sp

Bilder zu Housntrocha und Riech 2014

Bilder zum Besuch Wischauer Jugendliche in Aalen 2013

Bilder zu Aalen International 2013

Bilder zum Heimattreffen 2013

Bilder zur Ausstellung im Schloss Wischau 2013

Bilder zum Sudetendeutschen Tag 2013