Märzbild 2019

alte Postkarte von Rosternitz, RR-Archiv, datiert ca. 1935

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Glaube in der Wischauer Sprachinsel
Bis zum Ende des 2. Weltkriegs waren  klein Dörfer bei Wischau in Südmähren gänzlich von tschechischen Dörfern umgeben; man nannte sie daher Wischauer Sprachinsel. Die deutsche Bevölkerung kam im 13. und 14. Jahrhundert hauptsächlich aus dem bairischen Sprachraum, aber auch aus Schlesien.
Südmähren war im 16. Jahrhundert weitgehend das gelobte Land für Religionsgemeinschaften. Die Anstöße kamen u.a. durch Hus, Luther, Calvin, Zwingli und nicht zuletzt durch die verfolgten Wiedertäufer. Laut Zeitgenossen gab es damals in Südmähren ca. 40 religiöse Gruppen. Der Zustand änderte sich aber 1620, als Kardinal Dietrichstein mit der Gegenreformation diese Vielfalt abrupt beendete. Die Menschen der Sprachinseldörfer haben sich aber ununterbrochen zur katholischen Kirche bekannt, obwohl sie dadurch oftmals in größte Bedrängnis kamen, z.B. durch die Hussiten oder Schweden.
Das dörfliche Leben war seit Jahrhunderten durch eine feste Ordnung geprägt. Diese bestand aus Wertesystemen, an die sich alle Bewohner der Dörfer gebunden fühlten und sie dann auch an die nachwachsenden Generationen weiter gegeben haben. Die Menschen besaßen damit einen inneren Kompass, gleichsam ein Leitsystem, in das sie sich einerseits eingeordnet haben, das sie sich andererseits aber auch nutzbar gemacht haben. Viele archaisch wirkender Riten und Rituale, die zum Teil auf keltische oder germanische Götterkulte zurückgehen dürften, haben sch aufgrund der Abgeschiedenheit der Sprachinsel bis in das 20. Jahrhundert erhalten. Die katholische Kirche hat so manche einstmals heidnische Riten als christliches Brauchtum fortleben lassen.
Die Lebensregeln waren in eine tiefe Frömmigkeit eingebettet, die sich in allen Lebenslagen, in den Tagen der Freude und des Glücks ebenso wie in den Zeiten der Trauer und des Leids bewährt haben. Sie galten auch noch nach den Aufklärungsbestrebungen durch Kaiser Joseph II. sowie nach der Abschaffung der Leibeigenschaft und des Robots und bewahrten damit noch viel von der barocken Sinnlichkeit und Gefühlsweite. Der starke Glaube prägte den Alltag wie den Sonn- und Feiertag der Familien und des ganzen Dorfes. Aus tiefer Religiosität schöpften die Menschen ihre Kraft für die Arbeit und den Willen für ihr Tun. Dabei handelte es sich keineswegs um das bloße Einhalten von Geboten, sondern vielmehr um wirkliches Fühlen des Sicheinbeziehens in den lebendigen Gnadenstrom. So waren die Männer auch beim Fluchen sehr zurückhaltend. Einige Leute haben mir berichtet, dass sie nach der Ankunft in Bayern über die derbe Wortwahl beim Fluchen der Einheimischen entsetzt waren. In der Sprachinsel war es einfach eine Selbstverständlichkeit, den neuen Tag mit einem gemeinsamen Gebet zu beginnen und auch zu beenden. Dreimal am Tag wurde von der gesamten Familie, zu der auch die Dienstboten gehörten, der "Engel des Herrn" gebetet. Die Bäuerin und der Bauer achteten auf das gemeinsam gesprochene Tischgebet vor und nach dem Essen. Das Angelus-Läuten früh am Morgen und am Abend gab dem Tag eine Feste Einteilung.
Der Glaube spielte auch in der weltlichen Gemeinde eine bedeutende Rolle – hier nur einige Beispiele: Der "Goutsleimatstooch" (Fronleichnam) mit der Prozession durch das Dorf wurde mit großem Prunk gefeiert. Es war das großartigste kirchliche Fest des ganzen Jahres. Von Gründonnerstag bis Karsamstagmittag schwiegen die Kirchenglocken. Stattdessen haben die Schulbuben mit "Kloopan" (Rätschen) an die Gottesdienste erinnert und auch den Mittag und den Abend angezeigt. Am Karfreitag wurde der Dorfbach zum "Jordan-Fluß". Frühmorgens wuschen sich alle Mitglieder des Hauses mit dem "Jordan-Bossa" und knieten im Obstgarten zum "Gethsemane-Beten" nieder. In Rosternitz führte am Karsamstag eine Prozession dreimal um Kirche und Friedhof herum: mit Böllerschüssen wurde die Auferstehung Jesu Christi kundgetan, wobei der Musikverein zugleich einen besonders langen dramatischen Tusch spielte. Am Ostermontagmorgen treffen sich die Burschen mit schön herausgeputzten Pferden vor der Dorfkirche zum "Saatreiten". Dort erhielten sie den Segen und ein Kreuz. Damit ritten sie über die Feldwege und baten so um den Segen für die künftige Ernte. Zwischen Ostern und Pfingsten wurden von der Gemeinde mit er gleichen Bitte vier Flurumgänge (Bittgänge) zu Feldkreuzen abgehalten.
Ab 1892 wurden in der Sprachinsel mehrere Genossenschaften gegründet. Die Geschäftsbücher wurden stets dem Leitspruch 23Mit Gott" unterstellt. Der "Khiratooch" (Kirchweih) wurde trotz Verbots durch Kaiser Joseph II. am jeweiligen Namenstag des Kirchenpatrons gefeiert. Er war einer der Höhepunkte im Jahreskreis. Bis zur Fertigstellung ihrer Kirche 1857 gehörte Rosternitz zur tschechischen Pfarrei St. Martin in Lultsch. Die Rosternitzer feierten aber weiterhin diesen Kirchtag und hatten damit ein weiteres Fest. Einmal im Jahr machten sich viele Bewohner der Gemeinde auf den "Goutsbeich" (Wallfahrt) nach Nemcan, besuchten die Wallfahrtskirche und füllten ihre Flaschen mit heilendem "Nemcabossa". Eine Wallfahrt aller Gemeinden führte mit einer Übernachtung nach "Kritny" (Kiritein). Diese Wallfahrt war besonders bei der Jugend beliebt, weil sie dabei zum ersten Mal von zu Hause weg waren. Wenn der Bischof zur Firmung ins Dorf kam, wurde er wie bei einem Staatsbesuch mit Blasmusik und zwei Reiterstaffeln vom Ortsrand bis zur Kirche geleitet.
Religion und Leben waren weitgehend eins. Der Glaube durchwirkte das Leben und bestimmte fast alle Winkel des Daseins. Der Wechsel von Geburt und Tod, Werden und Vergehen, hat das Leben in den Dörfern in einem größeren Sinnzusammenhang erscheinen lassen. Er gab dem Leben etwas Dauerhaftes und Beständiges. Schon die Kinder verspürten den ewigen Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Ein neugeborenes Kind wurde möglichst noch am gleichen Tag getauft – spätestens am Tag danach, damit es ja nicht als Heidenkind sterben könnte. Den bäuerlichen Menschen ist es früher weitgehend gelungen, den Kindern auch das Urvertrauen in die Göttlichkeit des Seins weiterzugeben. Die Menschen fühlten sich daher wie ein Glied einer Kette, als ein Teil des Lebens, das vor ihnen begonnen und auch nach ihnen weitergehen wird.
Der Rhythmus von Werktag und Sonntag, von Brauchtum und Sitte bestimmte mit seiner Lebendigkeit den Ablauf des gesamten Jahres, er war damit eine große Hilfe bei der Bewältigung des Alltags und ließ die Menschen förmlich spüren, dass das Leben mehr ist als nur Arbeit und Plage. Sie fühlten sich sicher, geborgen und zufrieden. Das gab den Menschen einen großen Halt. Die kirchlichen und weltlichen Gemeinschaften haben ein besonderes Gemeinschaftsgefühl entwickelt, das von einem "Wir-Bewusstsein" getragen fast alle Lebensbereiche der Menschen umfasste. Mit der Einbindung der Menschen in die Gemeinschaft bestand eine selbstgenügsame Lebenslust, die wiederum einem gesunden Selbstwertgefühl, gepaart mit Genugtuung und Freude, zu Gute gekommen ist. Darauf dürfte auch die Heiterkeit, die man den Bewohnern der Sprachinsel nachgesagt hatte, zurückzuführen sein.
Auch wenn der Glaube sehr intensiv gelebt wurde, hatte sich so mancher Aberglaube bis in das 20. Jahrhundert erhalten. Die Älteren waren noch überzeugt, den Anfechtungen des "Leibhaftigen" und seinen Helfern, den Hexen und Druden ausgeliefert zu sein. Beim "Ausdrusch" wurde das letzte "Mandl" vorläufig auf dem Acker zurückgelassen, um das Weiterleben der guten Getreidedämonen zu sichern. Die Frauen sollten früher beim "Gethsemane-Beten" für einen reichen Erntesegen die Obstbäume mit der Hüfte angestoßen haben. Am Abend vor der Beerdigung wurde der Tote von der Bank in die "Truhe" (Sarg" umgebettet. Dabei haben die Anwesenden den Rosenkranz gebetet und Heiligenbildchen in die Truhe gelegt – wohl ein Relikt aus der Zeit unserer bajuwarischen Vorfahren, die bis zum 10. Jahrhundert Grabbeigaben mitgegeben haben.
Mit der Kirche gab es eigentlich keine Probleme, höchstens Streitigkeiten mit den Klöstern als Grundherren. Nur einmal kam es zu Spannungen, als 1901 der Pfarrer Hlavinka von Kutscherau der deutschen Predigt auch eine Kurzform in Tschechisch anfügte. Er wollte damit auch die älteren tschechischen Neubürger erreichen, die zwar mit der mundartlichen Umgangssprache zurecht kamen, aber mit der deutschen Schriftsprache Probleme hatten. Etwa 150 Personen betrieben unter der Losung "Los-von-Rom" den Austritt aus der Katholischen Kirche, der dann doch unterblieb. Das Ziel der vom preußischen "Gustav-Adolf-Vereins" massiv unterstützten "Los-von-Rom-Bewegung" war der Massenabfall von der katholischen Kirche, um damit die Voraussetzung für eine evt. Aufnahme in das Deutsche Reich zu schaffen, da dort kein größerer Zuwachs an Katholiken erwünscht war.
Wenn auch die Bewohner der Wischauer Sprachinsel als heiterer Menschenschlag beschrieben wurden, so war das Leben natürlich nicht immer unproblematisch. Das Leben war auch nicht der Himmel auf Erden. Die enge Einbindung in weltliche und kirchliche Gemeinschaften hatte viele positive Eigenschaften, aber auch Nachteile; sie bedeutete für den einzelnen Kontrolle und Einengung. Die meisten wussten aber damit umzugehen, schließlich waren sie von Kindesbeinen bereits daran gewöhnt. Nur wenige gingen weg, weil ihnen das Leben in den Dörfern zu eng geworden ist. Wenn jemand die Sprachinsel verlassen hat, so hatte das zumeist wirtschaftliche Gründe, weil sie z.B. nach dem Studium keine heimatnahe Beschäftigung finden konnten. Es gab aber auch problembehaftete Verhältnisse von Kindern zur Stiefmutter oder zum Stiefvater. Schließlich kam es natürlich auch zu Generationsproblemen; es gab daher auf jedem Bauernhof ein "Schtiibl" (Austragshaus oder eine abgeteilte Wohnung).
Die Frauen hatten, wie schon in früheren Zeiten, auch weiterhin die Hauptlast zu tragen. Trotz der vielen Arbeit sind die meisten Frauen fast jeden Tag zur Kirche gegangen. Aber gerade, weil sie so sehr beansprucht wurden, haben sie sich die Zeit für eine Messe oder Andacht genommen, die sie wohl auch als Ruhepause oder Auszeit genossen haben. Hier konnten sie abschalten von des Tages Müh' und Plage und zu sich selbst finden. Wenn sie häufiger zur Beichte gingen, so geschah dies wohl nicht wegen ihrer Sünden, der Grund lag wohl eher darin, dass sie sich die Sorgen und Nöte von der Seele sprechen konnten. Der Pfarrer wurde früher ja auch Seelsorger genannt.
Darüber hinaus kam den Mädchen zugute, dass sie immer schon emsiger, fleißiger, belesener und kommunikativer als die Buben waren; sie suchten den Konsens und wollten schon von klein auf, eher mit Worten zu überzeugen. Sie waren es dann später auch, die aufgrund dieser Vorzüge für den Erhalt von Traditionen, den Zusammenhalt der Familie, die Erziehung der Kinder und die Weitergabe des Glaubens zuständig waren. Die Frauen hatten sich im Laufe der Zeit t4rotz der großen Belastungen zu den eigentlichen Kulturträgern entwickelt, dass man schon fast von einem Matriarchat sprechen konnte, wie es Frau Elisabeth Plank aus Kutscherau bei ihrem Vortrag vom 15.11.2003 in Kollbach so treffend geschildert hat.
Dieses ganzheitliche Leben war nur in der Sprachinsel möglich. Es endete dann auch abrupt mit der Vertreibung 1945/1946. Die ältere Generation hat sich im Allgemeinen gut integriert. Die Lebensweise in Westdeutschland mit ihren Sitten, Bräuchen und die Einbettung in die christliche Tradition entsprach auf vielen Gebieten auch noch dem früheren Leben in der Wischauer Sprachinsel. Die Generation der Jugendlichen hat sich voll integriert. Viele Bereiche des Lebens waren ja trotz der neuen Entfaltungsmöglichkeiten weiterhin in einer relativ einheitlichen, meist auch noch religiösen Sinnwelt eingebettet. Bei den späteren Generationen ist von diesem Lebensgefühl oftmals nicht mehr viel übrig oder gar nichts geblieben. Sie leben wie die meisten Menschen in einer säkularen Welt und häufig ohne engeren Bezug zum Glauben. So manche Jüngere treten auch aus der Kirche aus, weil sie z.B. die erste Kirchensteuernachzahlung leisten sollen. Diese Generation entspricht damit weitgehend einem ganz normalen Teil unserer heutigen Gesellschaft. Hannes Kriwy

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Begegnung der Wischauer Sprachinsel mit Kaiser Ferdinand I.
In der Nummer 5/1991 des Wischauer Heimatboten hat mein Cousin Hannes Legner mit einem Auszug aus den Niederschriften seiner Mutter Anna Legner über ein Treffen von Sprachinselbewohnern mit Kaiser Franz Josef I. im Jahre 1848 veröffentlicht. Demnach ist Kaiser Franz Josef nach seiner Krönung zum Österreichischen Kaiser am 2. Dezember 1848 nach Wien gefahren. Die Fahrt von Olmütz nach Wien wurde für den jungen Kaiser zum Triumphzug. Während eines Aufenthaltes in Wischau fanden sich viele Bewohner der Wischauer Sprachinsel an der Kaiserstraße ein, um dem Kaiser zuzuwinken. Anna Legner erwähnt dabei ausdrücklich den Bürgermeister Johann Legner von Rosternitz mit seinen Ausschussmännern, den Lehrer Zemann mit den Rosternitzer Schülern, das Mädchen Barbara Hackl, sowie die Dorfjugend. Als das Gefolge an der Kaiserstraße anhielt, begrüßte Lehrer Zemann den Kaiser im Namen der Gemeinde und das kleine Schulmädchen Barbara Hackl aus Rosternitz 19 trug dem Kaiser ein Gedicht vor. Die Wagenkolonne setzte sich nach zehn Minuten wieder in Bewegung.
Bei der Erstellung meines Stammbaumes habe ich erst jetzt festgestellt, dass Barbara Hackl, damals 9 Jahre alt, später meine Urgroßmutter mütterlicherseits wurde. Dabei bin ich natürlich keines Wegs der Einzige, der Barbara Hackl zur Ahnfrau hat. Das sind unter vielen anderen meine verstorbenen Brüder Walter und Erich Kriwy, Rosternitz 11, meine Cousins Johann und Wilhelm Legner, Rosternitz 49, meine Cousinen Elfriede Stöckl geb. Marischler und Hildegard Mandlinger geb. Marischler, Swonowitz 14, die Geschwister Adolf Springer und Ottilie Podlesak geb. Springer, Rosternitz 115 und Hildegard Mader geb. Heger, Rosternitz 10.
Tatsache ist, dass Kaiser Ferdinand I. mit seiner Familie am 7.10.1848 Wien wegen der Revolution fluchtartig verlassen hat und mit großem Gefolge und einer Eskorte von 7000 Soldaten Richtung Olmütz gezogen ist. Aufgrund der Beliebtheit der Habsburger Dynastie in Mähren wurde der Fluchtweg der kaiserlichen Familie zum Triumphzug, der dann auch in Wischau Halt gemacht hatte. Die geschilderte Begegnung hat somit nicht mit Kaiser Franz Joseph, sondern mit Kaiser Ferdinand stattgefunden.
Franz Joseph wurde am 2. Dezember 1848 vor dem Thronsaal der bischöflichen Residenz in Olmütz nur zum Kaiser proklamiert, aber nicht gekrönt – im Gegensatz zu Ungarn, dort wurde er später zum König gekrönt. Hannes Kriwy

 

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Ein Wischauer Jubiläum - 25 Jahre Seminar
u n d   das ist wahrlich ein Grund zum Feiern. Wir sind sehr stolz, dass es uns 25mal in Folge gelungen ist, diese Veranstaltung durchzuführen. Unsere Recherchen ergaben, dass wir während dieser Zeit ca. 65 Referenten aus den unterschiedlichsten Themenkreisen begrüßen durften, und dass fast alle Verbindungen bis heute geblieben sind. Bis auf kurze Ausnahmen fand unser Seminar im Landgasthof Ostermair in Kollbach statt. Hier fühlen wir uns besonders wohl, denn die Gastronomie ist gut bürgerlich, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, und für uns Wischauer aus nah und fern ist das Lokal gut zu erreichen. Mit viel Vorfreude finden sich die Teilnehmer jährlich hier ein, weil sich jeder bereits im Vorfeld auf das Treffen, auf das gute Miteinander und nicht zuletzt auf die neuen Themen freut.
Auch dieses Jahr reisten die Teilnehmer wieder aus Aalen und Umgebung, Altötting, Salzburg sowie aus Ober- und Niederbayern an. Das Programm war sehr umfangreich, denn die geschichtlichen Referaet, die Zeitreisen durch 25 Seminare, die Erinnerung an die Bräuche aus der Heimat, die hinterlassenen Spuren, die Lieder und nicht zuletzt die kulinarischen Genüsse waren vielversprechend.
Pünktlich waren alle Teilnehmer vor Ort und mit dem gemeinsam gesungenen Lied "wahre Freundschaft" begann die Veranstaltung. Die Moderatorin Monika Ofner-Reim begrüßte jeden Teilnehmer persönlich, und schon war spürbar, dass wir praktisch "eine große Wischauer Familie" sind, die nach außen sehr offen ist, aber nie den "Wischauer Geist" aus den Augen verliert. So ist es z.B. wunderschön, wenn alle runden Geburtstagskinder des letzten Jahres mit einer Rose und einem Geburtstagsständchen, sehr inbrünstig von allen Besuchern mitgesungen, beschenkt werden; dabei spielt es keine Rolle, ob man auf 95, 60, oder 40 Jahre zurückblicken kann.
Das erste Referat des Tages, vorgetragen von Christine Legner und Rosina Reim, waren die alten Bräuche das ganze Jahr hindurch. Diese Bräuche gehörten früher zum festen Jahresritual, und die Dorfbewohner richteten auch ihr Leben danach aus. Es begann mit dem Fasching, um den früher nicht so viel Aufsehen wie heutzutage gemacht wurde. Der Dienstbotenwechsel war in den Dörfern verschieden; an Lichtmess aber wurden überall in den Dorfkirchen die Kerzen und die Wachsstöckel geweiht.
Die Erzählung über die großen Bauernhochzeiten nahm eine längere Zeit in Anspruch, weil, angefangen von den Zeremonien bis hin zur Nachhochzeit, von vielen Einzelbräuchen zu berichten war. Ich möchte hier nur einige nennen: "Einladung durch den Redmou", "Vorbereitung der Frauen für den Festschmaus", "Übergabe der Brautgeschenke", "Lein aufhalten" und noch viele mehr.  Dieses Thema ist sehr umfangreich und man könnte viele Stunden damit füllen. Danach folgten die Berichte über Taufen, vom "Moisunntich", vom "Tod austrogn" und vom Osterfest mit seinen ebenfalls vielen Einzelbräuchen; "Klippln und Klopan", "Gethsemane-Beten", "Herrgott küssen", "Ostersonntag" mit gefärbten Eiern, "Peitschengehen" und "Osterritt". Das Fronleichnamsfest "Gottsleimatstoch" war schon immer etwas Besonderes, und in den Jahren vor dem Krieg kamen auch viele Zuschauer und Fotografen aus der Ferne in die Dörfer, um dieses wundervolle, farbenprächtige, kirchliche Fest mitzufeiern. Weiter wurde über die "Wallfahrten", die "Kirchweihen", den "Ausdriesch", das "Houssn gej", das "Federnschleissn" und die "Assentierung"  berichtet. Zu allen kirchlichen Festen und weltlichen Bräuchen gab es viel zu berichten und die dazugehörigen alten Fotos, die ohne Ausnahme zwischen 80 bis 100 Jahre alt sind, belebten diesen Vortrag sehr.

Das Impulsreferat zum diesjährigen Jubiläumsseminar hielt die Bearbeiterin des Sudetendeutschen Archivs Frau Ingrid Sauer M.A. Sie nahm uns mit auf eine Zeitreise durch die 8er Jahre im Spiegel der Jahrhunderte jeweils mit Hinweis auf die Vorkommnisse in unserer Sprachinsel: geschätzt um 748 wurde Karl der Große geboren, der gegen Ende des 8. Jahrhunderts die Awaren besiegte als Grundlage für das später entstandene Mährische Fürstentum.  Um 908 mit der Geburt des Heiligen Wenzel verfestigte sich dann das Christentum in unserer Heimat und brachte viele christliche Bräuche hervor. 1528 mit der Hinrichtung des Wiedertäufer Anführers Balthasar Hubmaier wurde die Reformations-Bewegung in Mähren beendet, wenngleich das Zeitalter der Religionskriege erst 1648 mit Beendigung des sogenannten 30-jährigen Krieges zum Stillstand kam. Nun begann das Zeitalter der Erbfolgekriege, das 1748 im sogenannten Europäischen Friedensjahr gipfelte. Das Gedenkjahr 1848 ist durch die Bauernbefreiung und die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche bekannt, an der 59 sudetendeutsche Abgeordnete teilnahmen. 1918, mit dem Untergang  des österreichischen Kaiserreichs, fiel Mähren an die neu gegründete Tschechoslowakei. 1938 als Epochenjahr wurde von der sudetendeutschen Volksgruppe immer wieder unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten beleuchtet, nicht zuletzt durch namhafte Professoren wie Otto Kimminich und Dieter Blumenwitz. Das nächste 8er-Jahr 1948 bezog sich dann auf die neue Heimat der Vertriebenen: die Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit seiner Währungsreform. 1968 der Prager Frühling tangierte die Verbliebenen.  Doch nicht genug mit den Epochenjahren. Zum 1.1.1988 trat die erste Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Frau Walli Richter, ihr neu geschaffenes Amt an. 2008 wurde ein erstes Konzept für ein sudetendeutsches Museum vorgestellt, und das Sudetendeutsche Archiv als Depositum vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv übernommen.  2018 kam es zur Enthüllung des ersten Exponats im Sudetendeutschen Museum, einer Landkarte, die Europa als Frau zeigt und Böhmen als deren Herz. Somit schließt sich der Reigen der 8er Jahre mit einem hochaktuellen Thema.
"Vom Leben der Sprachinselbeohner vor und nach der Bauernbefreiung 1848" handelte das Referat von Leo Schurius. Er beleuchtete dieses Thema ausführlich, und darüber finden Sie einen separaten Artikel in diesem WHB.
Die Kaffeepause blieb während der letzten 25 Jahre ein ganz besonderes Highlight. Die Frauen backen mit großer Liebe ihre Spezialitäten und Besonderheiten und freuen sich, wenn es den Besuchern gut schmeckt. 2018 gab es aber eine besondere Überraschung, denn es wurde eine 40x60 cm große Schwarzwäldertorte  von Norbert und Leif gestiftet. Die beiden wollten sich bei der Organisation bedanken, und allen Besuchern eine Freude bereiten – und das ist ihnen auch wirklich gelungen. Die weitere gesamte Kuchen- und Tortenauswahl war wieder sehr vielfältig, so dass für jeden Geschmack das Richtige dabei war. In dieser entspannten Kaffeerunde kann man gute Gespräche führen, über das Leben früher oder über Land und Leute heute diskutieren, sowie die Freundschaften pflegen. Das alles ist sehr wichtig, denn dadurch wird unser Wischauer Zusammengehörigkeitsgefühlweiter gestärkt.
Musik verbindet, das spürte man beim folgenden Programmpunkt mit Liedern aus der Heimat unter der Leitung von Hardl und Burgl Schmiedt. Die vorbereiteten Liedblätter machten es möglich, dass alle, gleich ob Alt oder Jung aus voller Kehle mitsingen konnten: "In der Untreu will ich leben", "Muttersprache", "Das Küsschen" oder "In den Erlen steht eine Mühle". Hardl begleitete uns mit seiner Harmonika und Burgl sprach zusammen mit Hilde Fink begleitende Texte dazu, die zum Teil ernst, aber auch manchmal zum Schmunzeln waren.
Über grenzüberschreitende Projekte in den vergangenen 25 Jahren referierte Rosina Reim. Es begann in Rosternitz. Hier wurde zweimal die Dorfkirche Cyrill und Method bei der Renovierung durch die ehemaligen Bewohner unterstützt. Eine Tafel im Innern der Kirche gibt darüber Auskunft. Für das ebenfalls zweimal renovierte Kriegerdenkmal mit den deutschen Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde ebenfalls gespendet. Das Volkshaus aus dem Jahre 1924  wurde restauriert und in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsfond haben wir auch hier etwas mitgeholfen. Dafür steht uns im ersten Stock dieses Hauses ein Raum für unsere deutsche Ausstellung zur Verfügung. Dieses "kleine Museum" ist im tschechischen Museumsführer genannt; die Beschriftung ist deutsch und tschechisch. Die Bausubstanz mit den alten Lehmziegeln wurde bei der Renovierung des alten Kriwy-Hauses voll erhalten. Es nennt sich jetzt "Haus des gesunden Verstandes", und obwohl wir hier keine finanzielle Unterstützung geleistet haben, ist es doch eine "deutsche Spur". Alle Sölderhäuser in der ehemaligen Sprachinsel stehen unter Denkmalschutz.
Die Kirche Peter und Paul in Kutscherau wurde ab dem Jahre 2006 laufend bei den Renovierungsarbeiten unterstützt. Jetzt ist die Kirche fertig. Der Hinweis auf die Mithilfe steht auf einer kleinen Tafel im Inneren der Kirche. Die Kindergräber, die sich bei der Kirche befinden, sind noch reichlich vorhanden; wir arbeiten daran, diese deutschen Gräber vor dem gänzlichen Verfall zu retten. In Kutscherau befindet sich auch ein altes Sölderhaus aus dem Jahre 1600. Es gehört einem tschechischen Ehepaar, doch der deutsche Geist ist in diesem Haus noch überall zu spüren. Es wurde alles originalgetreu renoviert und steht jetzt – nach Anmeldung – für Besichtigungen zur Verfügung.
In Lissowitz ist das alte Sölderhaus (Fischerhaus) mit einem Strohdach noch original vorhanden, und das ist einmalig. Das Haus wird von einer tschechischen Familie bewohnt und kann jederzeit besichtigt werden.
In Gundrum haben wir die Möglichkeit, unsere Originalexponate im alten Pfarrhof auszustellen. Es gibt hier eine Ausstellungsfläche, die geteilt ist: "alt Gundrum" und "neu Gundrum".
In unserer ehemaligen Bezirksstadt Wischau sind wir mit Exponaten im Museum, im Sölderhaus im Zoo und mit einem eigenen Fach für unseren WHB in der Bibliothek vertreten.
Unsere Spuren findet man auch auch in Bogdalitz, im Schloss in Straznice, auf der Straße der Verständigung in Guntramsdorf, in Aussig, im Schuhmuseum Zlin und im Museum des Unrechts in Eibenschütz.
Nach dem Abendessen konnten wir die 25 Jahre Seminar nochmals in Wort und Bild Revue passieren lassen. Wir haben in diesen Jahren immer nach Themen gesucht, welche für die Teilnehmer interessant sein könnten und zugleich mit unserer Wischauer Geschichte und Kultur zu tun haben. Monika und Gernot Ofner zeigten in Wort und Bild die Highlights und immer die Referenten dazu. Es war sehr interessant, was in den 25 Jahren alles passiert ist, und welche Themen und praktischen Überlieferungen schon behandelt und gezeigt wurden. Mit viel Gesang, Mundartbeiträgen, Rätseln und besonderen Spielen ging der Abend sehr schnell zur Neige.
Die Morgenandacht am Sonntag gehört schon zu unserem festen Riotual. Die Seminarteilnehmer hielten inne und unserer Pilger Günter Brtnik, der schon mehrere 1000 Kilometer durch verschiedene Länder gepilgert ist, nahm uns auf eine kurze Besinnungstour mit. Hardl und Burgl begleiteten diese Andacht musikalisch, und durch die gemeinsam gesprochenen Gebete und gesungenen Lieder erinnerte man sich an alle, die leider nicht mehr bei uns sein können, und die schönen gemeinsam verbrachten Zeiten.
Auch dieses Jahr begeisterte uns Thomas Janschek wieder mit einem perfekten Vortrag. Er handelte von Wurzeln und Menschen, einem Potpourri der letzten zwölf Jahre. Er begann mit dem Vogelbeerbaum, der in dem Lied "Koan scheenan Baam gibt´s" besungen wurde und auch bei den Vögeln sehr beliebt war. Der "Hoamatbaum", die mährische Eberesche ist die beste Eberesche. In eindrucksvoller Art schilderte er das Leben der ärmlichen Leute, die den Wald als wirtschaftliches Standbein nutzten. Die Kinder wurden zur Beerenlese in den Wald geschickt. Beeren wurden auch auf die Marmeladengläser gelegt. Die Waldmitbenutzung war typisch für die böhmische Allmende zum Überleben.
Auch der Lindenbaum war sehr beliebt und wurde in vielen Liedern besungen. Bei Martin Luther galt er als Friede- und Freudebaum. Auf dem Anwesen von Josef von Eichendorff stand eine altehrwürdige Lindenallee, die noch heute zu bewundern ist. In Franken war der Baum bekannt als Tanzlinde. Es war auch der Baum der Gerichtsbarkeit. Von ihr kam der Ausdruck "ein Gerichtsurteil ablindern". Lindenholz war gutes Schnitzholz. Es konnte die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit in der Kirche gut aushalten ohne zu reißen. Die Franzosenlinde in Albaching auf dem Kirchplatz im Landkreis Ebersberg, die 1918 gepflanzt wurde als Zeichen der Völkerversöhnung, ist ein Hinweis darauf, dass etwas wachsen muss. Die Linde ist wegen ihrer Vielfältigkeit auch zum tschechischen Nationalbaum geworden.
Die Martinsgans wurde am Anfang des Winters geschlachtet. "Martin bringt den Winter, an Georg hört er auf". Sie wurde mit Beifuß gewürzt. Dieses galt als symbolisches Krafttier und Kraftpflanze, um gut über den Winter zu kommen.
Auch das Baumbusseln als Brauch war ein Anzeichen dafür, wie die Leute früher auf "Augenhöhe" mit allem waren. Dabei wurden die Kinder hochgehoben, um die Bäume zu küssen.
Thomas Janschek berichtete dann über die Geschichte des Hopfenanbaus, der erstmalig 860 in Gründl/ Nandlstadt erwähnt wurde und von Karl dem Großen, der Böhmen und Franken bereiste und die Hopfenstandorte festlegte.
Seinen Vortrag rundete er ab mit einem Brauch des Bienenheiligen, dem heiligen Ambrosius. Mit einem Haselzweig ging man um das Bienenvolk herum und klopfte an den Bienenstock. Dabei wurden mit einem Spruch die Bienen ausgeschickt. Das sollte für guten Honig und gutes Wachs sorgen.
Nach diesem sehr lebendig und begeisternd vorgetragenen Referat wurde unser Seminar beendet. Monika Ofner faste nochmals alle Vorträge zusammen und hielt eine kurze Ausschau auf das kommende Jahr. Der Bewertungsspiegel wurde ausgefüllt, damit man auch im nächsten Seminar wieder nach den Wünschen der Wischauer Besucher planen kann kann.
Auf dem Wischauer Bazar bot sich während der beiden Tage die Möglichkeit, kleine Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Von Engeln, hergestellt aus alten Gebetbüchern, über Adventskränze bis hin zu hausgemachter Marmelade, alles wurde dort angeboten. Die Damen machten davon auch reichlich Gebrauch, und sorgten für das bevorstehende Weihnachtsfest vor.
Dann kam die Stunde des Abschieds – alle Teilnehmer genossen nochmals das schmackhafte Essen im Landgasthof, bevor es wieder in alle Himmelsrichtungen nach Hause ging. Rosina Reim
Die Veranstaltung wurde gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Zukunftsministerium

Seminar Kollbach 2018

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"Land und Leute"
Die Kreisgruppe Stuttgart der Sudetendeutschen Landsmannschaft feierte unter dem Motto  "Sudetendeutsche Vielfalt Mundart, Gedichte und Gesang" mit einem Kulturnachmittag ihr 70-jähriges Jubiläum.

Dazu konnte die stellvertretende Kreisobfrau der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart und Landesvorsitzende des "Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, Stadträtin Iris Ripsam im "Haus der Heimat" in Stuttgart auch zahlreiche Ehrengäste wie den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Kaufmann, den Vertreter des Bezirksvorstehers von Stuttgart-West, Bezirksbeirat Bernhard Mellert, den Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Baden-Württemberg, Klaus Hoffmann, den sudetendeutschen Landeskulturreferenten Albert Reich, die Bundesfrauenreferentin der Sudetendeutschen, Gerda Ott und die Vorsitzende des Deutschen Kulturverein Region Brünn, Hanna Zakhari begrüßen.
Die Jubiläumsveranstaltung, moderiert von Kreisobfrau Waltraud Illner und musikalisch umrahmt von Alexander Loistl, stand ganz im Zeichen von literarischen und musikalischen Beiträgen aus den verschiedenen Heimatregionen der Sudetendeutschen. So boten die Heimatgliederungen aus dem Kuhländchen, dem Altvatergebirge, des Böhmerwaldes, dem Braunauer Ländchen, dem Egerland, der Wischauer Sprachinsel, aus Reichenberg und aus Südmähren, Geschichten und Gedichte in Mundart. Aber auch das Schwäbische kam an diesem unterhaltsamen Nachmittag nicht zu kurz.
Klaus Hoffmann, der als Landesobmann der Sudetendeutschen in Baden-Württemberg, der den Stuttgartern zu ihrem Jubiläum gratulierte, hob in seiner Festansprache die Bedeutung der Dialekte hervor, die es zu hegen und pflegen gelte. So seien auch die Mundarten der deutschen Heimatvertriebenen ein kultureller Schatz, die neben den regionalen Dialekten erhalten werden müssten. Doch gelte es die sudetendeutsche Kultur nicht nur allein zu bewahren. Vielmehr müsse alles, was die Vorfahren im Sudetenland an Kultur geschaffen hätten, in eine gesicherte Zukunft geführt und nachfolgenden Generationen vermittelt werden. Der sudetendeutsche Landesobmann zählt dabei vor allem auch auf die Unterstützung der Politik, ohne deren moralischen aber vor allem auch finanziellen Beistand, die heimatpflegerische Arbeit der Verbände und Landsmannschaften nicht funktionieren würde. Helmut Heisig, SL Stuttgart

Christine Legner und Rosina Reim haben unsere Wischauer Heimat vor einem interessierten und aufmerksamen Publikum gut präsentiert. Alte, historische Fotos zeigten Land und Leute in der ehemaligen Sprachinsel, und im Gegenzug dazu wurden auch die neuesten Fotos vom Münchner Trachtenzug vorgeführt. Wir danken der Organisation für die Einladung! RR

 

Münchner Oktoberfest Trachten und Schützenzug 2018

Der internationale Münchner Trachten- und Schützenzug, der als einer der prachtvollsten der Welt gilt, fand heuer am 23. September 2018 zum 185. Mal statt.  Am ersten Wiesn-Sonntag reihen sich hier traditionell ca. 200 Gruppen mit insgesamt rund 9.000 Teilnehmern aneinander und alle Trachtengruppen, Musikkapellen, Spielmannszüge mit ihren Prachtgespannen und  Festkutschen freuen sich, Teil dieses besonderen Umzugs zu sein. Organisiert wird der Umzug vom Münchner Festring e.V., der aufgrund der jahrelangen Erfahrun alles immer perfekt plant und organisiert und den Festzug immer wieder neu und abwechslungsreich zusammenstellt.
Mit der Zusage zur Teilnahme war für unsere Gruppe die Freude groß. Es musste schon zeitig geplant und organisiert werden, um möglichst viele junge Menschen zu motivieren. Sieben Kilometer sind eine relativ weite Strecke und dafür ist es erforderlich, fit zu sein. Es ist uns gelungen, Wischauer aus vielen Himmelsrichtungen dafür zu begeistern.  Die Teilnehmer aus unserer Patenstadt Aalen mussten frühzeitig aufstehen, denn der Bus fuhr bereits um 3.30 Uhr ab. Noch recht müde erreichten sie rechtzeitig unser Umkleidequartier, und sofort wurde bei den Frauen und Mädchen Hand angelegt. Bald herrschte ein reges Treiben, denn viele viele Handgriffe sind nötig, bis unsere Tracht sitzt. Im Vorfeld wurden in unserem IBZ in Fachsenfeld bereits mehrere Workshops abgehalten, um auch den neu hinzugekommenen Trachtenträgern die Tracht und ihre Besonderheiten zu erklären. Bei uns gibt es fast ausschließlich Originalteile, die weit mehr als 80 Jahre alt sind. Wir haben daran bis heute nichts verändert, ergänzt, vereinfacht oder modernisiert. In der Zwischenzeit trafen auch die Teilnehmer mit ihren Privat-PKWs ein. Alle Frühaufsteher konnten sich an einer kleinen bereit gestellten Morgenbrotzeit vor dem großen Ereignis stärken.

Pünktlich um 08.45 Uhr verließen 45 perfekt gekleidete Trachtenträger bei leichtem Nieselregen das Quartier. Die Wiesn-U-Bahn brachte alle zum Aufstellungsort an der Widenmayerstraße. Beim Aussteigen regnete es in Strömen, aber kurz darauf schoben sich die Wolken auseinander und ein blauer Wolkenhimmel, tat sich auf. An der Widenmayerstraße erwartete die Gruppe unser jüngster Teilnehmer Severin, der schon seit Tagen diesem Ereignis entgegen fieberte. Er gefällt sich selbst sehr gut in der Tracht und hat sich schon seit längerem darauf gefreut, sie zu tragen. Natürlich waren auch seine Eltern sichtlich stolz auf ihren niedlichen Sohn und auch wir anderen Erwachsenen sparten nicht mit Komplimenten. Die Zeit bis zum Abmarsch war sehr kurzweilig, denn es herrschte rundherum reges Treiben. Trachtler mit ihren Gruppen flanierten vorbei, bestaunten sich gegenseitig, fachsimpelten miteinander, und man spürte förmlich, dass auch die anderen Teilnehmer hoch motiviert waren. Die Freude spiegelte sich in ihren Gesichtern wieder. "Wer richtige Tracht sehen will, die von Menschen getragen wird, die sich drin sichtlich wohlfühlen, die das auch ausstrahlen und die damit eine Verbundenheit vermitteln, der sollte sich mal den Trachten- und Schützenzug anschauen. Aus einem Großteil Europas und einem ganz klein wenig Asien werden viele Menschen den Weg nach München finden und hier ihre Trachten präsentieren", so schrieb einst Manfred Newrzella, Geschäftsführer vom Festring München e.V. 

Um 10.00 Uhr startete dann pünktlich der Trachtenzug.  Unsere Originaltrachten aus der kleinen deutschen Sprachinsel bei Wischau in diesem Rahmen zu präsentieren, ist schon etwas Großartiges. Viele tausend Zuschauer am Straßenrand winkten fröhlich und der Applaus war entsprechend positiv. Inzwischen schien auch die Sonne und ließ die Flitterkränze der jungen Frauen und die bunten Hutsträußel der Männer im besonders schönen Licht erstrahlen. Immer wieder kann man auch feststellen, dass bei den Frauen, neben den Tatzln, besonderes Augenmerk auch auf unsere "Rahmlschuhe" oder "Bodgan" gerichtet ist. Diese Schuhe sind sicher eine besondere Rarität, denn allesamt wurden einst von den Dorfschustern hergestellt und sind Dank entsprechender Pflege auch noch nach mehr als 80 Jahren, sehr gut erhalten.

Die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn ging mit der Nummer 7a vor uns und durch den Klang der bekannten Weisen war ein zackiges Marschieren leicht möglich. Der kleine Severin ging zu Beginn stramm an der Spitze mit, doch auf halber Strecke setzte er sich – zwar widerwillig, aber doch entkräftet - in den vom Papa mitgeführten kleinen Handwagen. Er war aber, gleich ob zu Fuß oder im Wagen, ein absoluter Hingucker. Die Route des Festzuges wurde heuer etwas abgeändert: er setzte sich in der Maximilianstraße in Bewegung und führte weiter über die Residenzstraße, Ludwigstraße, Odeonsplatz, Brienner Straße, Maximiliansplatz, Lenbachplatz, Stachus, Sonnenstraße, Schwanthalerstraße, Paul-Heyse-Straße, Kaiser-Ludwig-Platz, Schubertstraße, Esperantoplatz bis zum Endziel "Wiesn"- Nach dem 7 km langen Fußmarsch durch die wunderschöne Münchner Innenstadt und einigen Blasen an den Füßen freuten sich alle auf eine wohlverdiente Brotzeit im Augustiner Festzelt, wo auf uns die reservierte Plätze warteten. Das von der Organisation gesponserte Hendl mit einem Wunsch-Getränk schmeckte hervorragend. Von den Brauereien wird für die Wiesn sogar ein spezielles Bier, das Wiesn-Märzen mit mehr Stammwürze und damit auch mit einem höheren Alkoholgehalt, gebraut.

Nach dieser erquickenden Ruhepause konnte jeder nach Lust und Laune seine Zeit einteilen;  entweder man gönnte sich noch eine weitere Wiesnmaß, man stürzte sich ins Getümmel in den Schaustellerstraßen, man machte einen  Wiesn-Rundgang oder man schlenderte einfach zum Umkleidequartier zurück. Ich konnte beim Eintreffen der Trachtenträger im Quartier feststellen, dass sämtliche Gesichter strahlten, denn es war ein langer, harmonischer, erlebnisreicher und sehr schöner Tag, der jetzt zu Ende ging. Nun hieß es wieder einpacken und Koffer, Taschen oder Beutel in den Autos verstauen. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Wahre Freundschaft" löste sich "die Gemeinschaft" auf und jeder fuhr wieder Richtung Heimat, zwar müde, aber um viele schöne Erlebnisse reicher.
Wir haben mit unserer Teilnahme auch dieses Jahr wieder die "Wischauer" einem breiten Publikum präsentiert: den vielen Besuchern direkt vor Ort und auch den vielen, die im Fernsehen den Umzug verfolgt haben. Für unsere Gruppe war es wieder einmal ein besonderes Erlebnis hier dabei zu sein und wir haben das sehr genossen. Rosina Reim

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Trachten- und Schuetzenzug 2018

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Kulturdenkmäler

Um mehr Wissen über Kulturdenkmäler und ihre Renovierung bzw. Pflege für uns Wischauer einzuholen, habe ich mich für einen workshop im Braunauer Ländchen in Nordosten Böhmens angemeldet, den die Gruppe OMNIUM organisiert und durchgeführt hat; Frau Dr. Zuzana Finger, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, tritt bei diesem Projekt als Mitorganisatorin auf. Zusammen mit ihr fuhr ich am 1.August über Prag nach Braunau.
Am Abend lernte sich eine bunt zusammengewürfelte Gruppe kennen: ein Graphiker und zugleich Heimatkreisbetreuer von Braunau, wohnhaft in Gera, zwei Männer und eine Dame mit Wurzeln aus Braunau, wohnhaft im Hermsdorf, ein Direktor und eine junge Dame aus dem musisch-künstlerischen Bereich, beide aus Tschechien, das OMNIUM-Team Jakub und Barbora, Prag, Zuzana und ich, beide aus München.
Der zweite Tag begann sehr früh, da es ein sehr heißer Tag werden sollte, und uns viel Arbeit erwartete. Das OMNIUM-Team führte uns auf den Friedhof von Märzdorf, tschechisch Martinkovice. Der Friedhof umfasst ca. 180 Gräber, von denen noch zwei Drittel deutsch sind. Diese Gräber benötigten dringend eine Pflege. Viele von ihnen waren gänzlich mit Efeu zugewachsen, andere wiederum stark vermoost, oder die Einfassungen bzw. Grabsteine standen schief oder sind verrutscht. An vielen Gräbern waren schwarze Marmortafeln mit den persönlichen Daten und sinnigen, zum Teil sehr emotionalen Sprüchen. Das sah auch nach der langen Zeit nach der Vertreibung noch sehr würdevoll aus. Reichere Leute vom ehemals deutschen Ort wurden ebenfalls auf diesem Friedhof in einer Gruft beerdigt.
Für passende Werkzeuge war gesorgt. Bei vielen Gräbern wucherte der Efeu schon 75 Jahre und es war sehr schwer, die gesamten Wurzeln durchzuschneiden, und das Grün dann zu entsorgen. Bei Gräbern mit einer Grabplatte wurde nach dem Wurzelschnitt der Abfall als "Teppich'" eingerollt und weg getragen. Die Arbeiten gingen Hand in Hand und am Ende des zweiten Tages waren viele schädliche Spuren der Vergangenheit beseitigt. Das ORGA-Team war zusammen mit uns Helfern sehr froh, dass diese Verwachsungen, die mehr und mehr Schaden anrichten könnten, beseitigt wurden. Für die Personen, deren Familien oder Freunde hier begraben liegen, war es eine Herzensangelegenheit zu helfen, für alle anderen war es eine sehr gute Sache, denn "nur gemeinsam kann etwas bewegt werden".  RR

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Kultur und Heimat - Fundamente des Friedens, Motto des 69. Sudetendeutscheh Tages 2018 in Augsburg

Der 69. Sudetendeutsche Tag vom 18. bis 20. Mai 2018
in Augsburg war auch dieses Jahr für uns Wischauer wieder ein Ort der Begegnungen, um unsere Heimat zu präsentieren und den vielen Besuchern Rede und Antwort geben zu können. Der Stand wurde mit verschiedenen Frauenröcken, Tüchern und Fotos bestückt, um etwas von unserem heimatlichen Kulturgut zu zeigen.
Am Freitagabend wurden im Goldenen Saal im Augsburger Rathaus die diesjährigen Kulturpreise und der Volkstumspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft 2018 verliehen. Der Sprecher, Bernd Posselt, überreichte bei einem Festakt im Goldenen Saal die Urkunden an die Preisträger aus Wissenschaft, Kunst, darstellender Kunst, Musik, Literatur und Brauchtumspflege. Als Moderatorin leitete die Sängerin Iris Marie Kotzian charmant durch den Festlichen Abend. Zum ersten Mal dabei war die neue Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, die eine sehr engagierte Rede hielt: "Ich freue mich, dass ich heute zum ersten Mal in meinen neuen Amt bei der Verleihung der Sudetendeutschen Kulturpreise teilnehmen und herausragende Beiträge zur Bayerischen wie zur europäischen Kultur würdigen darf. Das Kulturelle Erbe der Deutschen im Sudetenland ist nicht nur von historischen Interesse, sondern bedeutet vielmehr Gegenwart und Zukunft!", so die Staatssekretärin aus dem Bayerischen Familien- und Sozialministerium in Vertretung von Schirmherrschaftsministerin Kerstin Schreyer in ihrem Grußwort.
Am Samstagvormittag eröffnete Bernd Posselt in einem Festakt offiziell den 69. Sudetendeutschen Tag und freute sich, dass die Besucher wieder in so großer Zahl in die Schwabenhalle gekommen sind. "Vor zwei Jahren hat der tschechische Kulturminister Daniel Herman in seiner eindrucksvollen Rede bei der Hauptkundgebung erzählt, wie er als junger Mann im Böhmerwald von der östlichen Seite hinübergeschaut hat und die Glocken aus Bayern gehört hat und dachte - da drüben sind jetzt unsere sudetendeutschen Landsleute". Auf der anderen Seite habe ich und viele Angehörige der nachgeborenen Generation erlebt, wie wir mit unseren Eltern und Großeltern Jahr für Jahr an die Grenze gingen, und dann haben uns die Eltern und Großeltern gesagt "Da hinten liegt dieses wunderbare Land Böhmen, liegt das wunderbare Land Mähren, liegt das wunderbare Land Österreichisch-Schlesien oder Sudetenschlesien, wo wir herstammen. Hoffentlich werdet Ihr eines Tages dieses Land einmal mit eigenen Augen sehen können. Heute ist Dank der Tapferkeit des Tschechischen Volkes und der anderen Völker hinter dem Eisernen Vorhang, aber auch dank derer, die niemals aufgehört haben, an die Freiheit und Wiedervereinigung zu glauben, dieser mitteleuropäische Raum wieder frei. Er wächst zusammen. Ich habe immer gesagt: Bayern und die Tschechische Republik, Bayern und die Böhmischen Länder sind die beiden Herzkammern Europas, die künstlich geteilt waren und jetzt wieder zusammenwachsen. Dafür können wir Gott nicht dankbar genug sein."(Auszug Rede Posselt)
Grußworte überbrachten Eva Weber, Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, Kerstin Schreyer, MdL, Bayerische Staatsministerin für Familie Arbeit und Soziales und Stephan Mayer, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat. Danach folgte einer der Höhepunkte dieses Tages: "S.E. Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, erhielt den Europäischen Karls-Preis 2018". Bei einem kurzen persönlichen Gespräch, abseits der großen Bühne, mit Seiner Eminenz Kardinal Schönborn erzählte er mir, dass mütterlicherseits seine Großmutter Gertrud von der Familie Skutezky, ehemalige Zuckerfabrik in Wischau, abstamme. Seine Mutter, Gräfin Eleonore Schönborn lebt heute, 98jährig in Österreich und sie erzählte ihm schon früher immer viel über Wischau, über das Cafe Janski, über die Burg derer von Schöller in Ratschitz, wo die Familie vor dem Krieg wohnte, sowie das beschauliche Leben vor dem Krieg. Ein gemeinsames Foto wird S.E. Kardinal Schönborn seiner Mutter überbringen, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Gräfin noch an unsere Vorfahren erinnern wird. (Die vollständige Dankesrede des Karlspreisträgers finden Sie in diesem WHB)
Unsere Freunde aus Württemberg trafen währenddessen ein, um uns zu unterstützen. Jeder Teilnehmer ist bei uns sehr  wichtig, jeder auf seine ganz besondere Weise!
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Begegnungen, der Verständigung und den Besuchen der vielen, unterschiedlichsten Veranstaltungen. Viele Ausstellungen konnten besichtigt werden, die sich allesamt mit dem Vertriebenen-Thema befassen.

Eine kleine Begebenheit am Rande: Eine unserer  WHB-Bezieherinnen feierte dieses Jahr ihren 80. Geburtstag. Es war ihr Wunsch, den Sudetendeutschen Tag einmal mit zu erleben und beim Wischauer Stand etwas Heimat zu spüren.  Sie kam mit ihrer Familie und zeigte sich höchst erfreut, als sie von uns eine nachträgliche Gratulation bekam und sie gerne über dies und das informierten. Beim Volkstumsabend  unter dem Motto "So klingt die Heimat" zeigten verschiedene sudetendeutsche Gruppen ihr Können; mundartliche Beiträge zogen sich durch das gesamte Programm. Der lange Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Böhmischen Dorffest aus.

Am Sonntag in der Frühe gesellten sich noch zwei Damen zu uns - und damit war unsere Gruppe komplett! Was schon bei unseren Vorfahren immer sehr wichtig war, hat auch für viele von uns noch heute Priorität - der Kirchgang. In der gut gefüllten Schwabenhalle feierten einen schönen Pfingst-Gottesdienst mit:  Abt em. Gregor Zasche OSDB, Kloster Schäftlarn, Pater Stanislav Pribl, ThD, Generalsekretär der Tschechischen Bischofskonferenz, Monsignore Dieter Olbricht, Visitator für die Seelsorge an den Sudetendeutschen, Regionaldekan Holger Kruschina, Vorsitzender des Sudetendeutschen Priesterwerks, sowie viele weitere Heimatpriester. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gartenberger Bunker-Blasmusik aus Geretsried unter der Leitung von Roland Hammerschmied. Unsere Fahne wurde auf die Bühne mitgenommen.
Die Kundgebung begann mit dem festlichen Fahneneinzug aller teilnehmenden Gruppen, bei der wir selbstverständlich mitmarschierten.  
Bei der Hauptkundgebung, die sehr gut besucht war, sprach neben vielen anderen Rednern der neue Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder MdL und Schirmherr der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bayerns vierten Stamm.
Die sudetendeutschen Mundartfreunde sind immer präsent und auch dieses Jahr hat sich Rosina mit unserer "Huamat-Sproch" dort eingebracht.
Unser Wischauer Stand wurde stets gut besucht und wir nahmen uns gerne die Zeit, sich mit den Freunden, die zu uns kamen, zu beschäftigen und mit ihnen ausgiebig zu plaudern. Der Tag endete für alle Teilnehmer mit dem Gefühl, dass es wieder ein schönes Fest war - in Erinnerung an unsere Wischauer Sprachinsel und mit einem weiten Blick nach vorne. Wir konnten von den vielen unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten etwas für uns und unsere Huamatsorbat" mit nach Hause nehmen, und freuen uns wieder auf ein nächstes Mal in diesem Kreise! Rosina Reim
(Wenn Sie www.sudeten.de anklicken, können Sie fast alle Reden herunterladen und sich noch über die Besonderheiten dieses Sudetendeutschen Tages bis ins kleinste Detail informieren.)

Sudetendeutscher Tag 2018

Seminar Kollbach 2017

Europeade Turku 2017

Buen Camino 2017

Sudetendeutscher Tag 2017

Wie Böhmen noch bei Österreich war 2017

Besuch Waiblingen 2017

Dorfmuseum Essingen 2017

Bilder zum Sudetendeutscher Tag 2016

Sie finden das "Wischauer Heimatlied" auf Youtube

Aus Böhmen kommt die Musik

Bilder zur Wallfahrt 2016

Bilder zum Seminar Kutscherau 2016

Bilder zum Heimattreffen in Aalen 2016

Bilder zur Ausstellung Fachsenfeld 2016

Bilder zum Trachten- und Schützenzug 2015

Bilder zum Seminar Kutscherau 2015

Bilder zum Besuch des Schirmherrns OB Rentschler 2015

Bilder zur Sprachinselreise 2015

Bilder zur Versöhnungswallfahrt 2015

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2015

Bilder zum Vertriebenengedenktag 2014

Bilder zu Sudetendeutscher Tag 2014

Bilder zu Trachtenschau im HdO 2014

Weitere Bilder zum Trachten- und Schützenzug und http://sdrv.ms/1bF72Sp

Bilder zu Housntrocha und Riech 2014

Bilder zum Besuch Wischauer Jugendliche in Aalen 2013

Bilder zu Aalen International 2013

Bilder zum Heimattreffen 2013

Bilder zur Ausstellung im Schloss Wischau 2013

Bilder zum Sudetendeutschen Tag 2013