Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V., Sitz Aalen

Schon um 1949 begannen sich die Sprachinsler, die hauptsächlich in den Räumen Karlsruhe, Stuttgart, München, Schrobenhausen, Dingolfing und der größte Teil im Albkreis Aalen lebten, zu sammeln. Zusammen mit den früheren Bürgermeistern, Gemeinderäten und Lehrern schlossen sie sich 1953 unter dem Vorsitz von Rudolf Butschek zur "Arbeitsgemeinschaft Wischauer Sprachinsel" zusammen - zur Erfassung der Anschriften und der Lastenausgleichsangelegenheiten und zur Erhaltung und Pflege des heimatlichen Kulturgutes. Dazu gehören: Dokumentationen, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Präsentationen und Teilnahme an Jubiläumsveranstaltungen.Seit dem Jahre 1951 findet alle drei Jahre in der Patenstadt Aalen ein Heimattreffen statt.

Seit 1980 ist Aalen Patenstadt

Unser Informations und Begegnungszentrum befindet sich in 73434 Aalen-Fachsenfeld, Kirchstrasse 43-47, Reinhard-von-Koenig-Schule

Im Jahre 1989 wurde die Arbeitsgemeinschaft Wischauer Sprachinsel  ein eingetragener Verein mit Satzung  und               

im Jahre 2000 wurde der Name in "Gemeinschaft Wischauer Sprachinsel e.V." geändert .

Wenn Sie unserer Gemeinschaft beitreten wollen, finden Sie hier die Beitrittserklärung

 

Die Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

erste Vorsitzende Rosina Reim

zweite Vorsitzende  Anneliese Kästl

Kassiererin Elisabeth Weiss

Schriftführerin Christine Legner  

 

Ortsbetreuer:

Bernard Erich für Gundrum, Legner Josef für Hobitschau und Thereschau, Legner Norbert für Kutscherau, Walter Wittek für Lissowitz,

Mader Hilde für Rosternitz, Weiss Elisabeth für Swonowitz, Lechner Heinrich für Tschechen

Beisitzer Norbert Herrling und Leif Andresen

Die Geschäftsstelle Aalen ist mit Ute Soutschek besetzt und unter folgender Adresse zu erreichen: Am Steinriegel 20, 73457 Essingen, Telefon 07365 6643

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Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Im Bewußtsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen, im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum christlich-abendländischen Kulturkreis, im Bewußtsein ihres deutschen Volkstums und in der Erkenntnis der gemeinsamen Aufgabe aller europäischen Völker, haben die erwählten Vertreter von Millionen Heimatvertriebenen nach reiflicher Überlegung und nach Prüfung ihres Gewissens beschlossen, dem deutschen Volk und der Weltöffentlichkeit gegenüber eine feierliche Erklärung abzugeben, die die Pflichten und Rechte festlegt, welche die deutschen Heimatvertriebenen als ihr Grundgesetz und als unumgängliche Voraussetzung für die Herbeiführung eines freien und geeinten Europas ansehen.

1. Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluß ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im besonderen das letzte Jahrzehnt über die Menschheit gebracht hat.

2. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.

3. Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.

Wir haben unsere Heimat verloren. Heimatlose sind Fremdlinge auf dieser Erde. Gott hat die Menschen in ihre Heimat hineingestellt. Den Menschen mit Zwang von seiner Heimat trennen, bedeutet, ihn im Geiste töten. Wir haben dieses Schicksal erlitten und erlebt. Daher fühlen wir uns berufen zu verlangen, daß das Recht auf die Heimat als eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird.So lange dieses Recht für uns nicht verwirklicht ist, wollen wir aber nicht zur Untätigkeit verurteilt beiseite stehen, sondern in neuen, geläuterten Formen verständnisvollen und brüderlichen Zusammenlebens mit allen Gliedern unseres Volkes schaffen und wirken.

Darum fordern und verlangen wir heute wie gestern:

1. Gleiches Recht als Staatsbürger nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit des Alltags.

2. Gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und eine ehrliche Durchführung dieses Grundsatzes.

3. Sinnvollen Einbau aller Berufsgruppen der Heimatvertriebenen in das Leben des deutschen Volkes.

4. Tätige Einschaltung der deutschen Heimatvertriebenen in den Wiederaufbau Europas.

Die Völker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen empfinden.

Die Völker sollen handeln, wie es ihren christlichen Pflichten und ihrem Gewissen entspricht.

Die Völker müssen erkennen, daß das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge, ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste sittliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert. Wir rufen Völker und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk, damit aus Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird.

Stuttgart am 5. August 1950

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